Nach Staatshilfen Milliardenverlust durch GM-Privatisierung

Auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise wurde der Autobauer General Motors teilverstaatlicht. Nun verkauft der Staat seine Anteile wieder - mit einem Verlust von 19,6 Milliarden Dollar.
Update: 06.05.2013 - 23:15 Uhr 10 Kommentare
Der Detroiter Autobauer GM soll weiter reprivatisiert werden. Quelle: Reuters

Der Detroiter Autobauer GM soll weiter reprivatisiert werden.

(Foto: Reuters)

WashingtonDie Reprivatisierung der 2009 auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise teilverstaatlichten Opel-Mutter General Motors kommt voran. Das US-Finanzministerium teilte am Montag mit, es werde sich jetzt weiter aus dem Konzern zurückziehen. GM mache gute Fortschritte. Derzeit hält der Staat noch 241,7 Millionen GM-Aktien oder knapp 18 Prozent, die nach früheren Angaben des Ministeriums bis Anfang 2014 verkauft werden sollen. GM war im November 2010 an die Börse zurückgekehrt.

Mit der Beteiligung hatte der Staat den traditionsreichen Autobauer vor vier Jahren vor der Pleite gerettet. Doch der Ruf als Staatskonzern "Government Motors" lastete schwer auf dem Unternehmen. Nach dem neuerlichen Börsengang 2010 verringerte sich der Staatsanteil an GM auf 32 nach zunächst fast 61 Prozent.

Für den Staat erwies sich die Rettung als Verlustgeschäft. Bis Ende März nahm der Fiskus nach Angaben des Rettungsprogramms Tarp rund 30,4 Milliarden Dollar ein, nachdem er bald 50 Milliarden Dollar aufgewendet hatte. Vertreter des Finanzministeriums verwiesen jedoch darauf, dass ihnen die Sicherung von Arbeitsplätzen in den USA wichtiger sei als das Einstreichen von Kursgewinnen.

GM schreibt schon seit einiger Zeit wieder stabile Gewinne, zuletzt konnte der Konzern dank Einsparungen auch die Verluste bei Opel reduzieren. Der Rivale Chrysler war damals ebenfalls vom Staat gerettet worden und arbeitet nun wieder profitabel. Hier liegt die Mehrheit mittlerweile beim italienischen Autohersteller Fiat.

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10 Kommentare zu "Nach Staatshilfen: Milliardenverlust durch GM-Privatisierung"

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  • Haben die inzwischen jene Privatjets abgeschafft mit denen sie zum Kongress fliegen um Staatshilfen zu beantragen?

    http://edition.cnn.com/2008/US/11/19/autos.ceo.jets/

    ~~~

    Hier der Fotobeweis: Beate Zschäpe ist ein Fan von Harald Schmidt wenn er Miles Davis zum Thema hat!

    http://central.banktunnel.eu/zschaepe-schmidt-ruecken.jpg
    http://img221.imageshack.us/img221/1317/baeateszhaepensuprozess.jpg

  • Unerlaubte Subvention?

    Wer wollte es den Amerikanern verbieten?

    Hierzulande subventioniert man ganze Staaten in einer Größenordnung von 100 mal GM. ;-)

  • Aus lauter EU- und F-Feindlichkeit, sind Sie bereit jeden Unfug zu schreiben? Das merkt man allerdings.

  • Sie merken doch nichts mehr, die Hälfte der Unternehmen in der EUdSSR wäre ohne Subventionen doch gar nicht überlebensfähig in F sogar noch mehr. Dagegen sind das in den USA Ausnahmen und wie immer mit erfolgreichem Ende, anders als in Europa, hier meist ohne Ende

  • aber sicher waren das Subventionen. Kein privates Unternehmen wollte GM Geld leihen, uebernehmen oder fusionieren. GM waere ohne Subventionen von den Regierungen der USA und Kanada vollkommen zerschlagen worden. Die US Regierung hatte auch klare Drohungen an Kanada ausgesprochen, wenn diese keine Subventionen leisten wuerden, haette dies die Schliessung aller GM Werke in Kanada zur folge gehabt. Kanada musste 2009 13,4 milliarden Dollar an GM zahlen. Das waren 474.000 Dollar pro GM Arbeitsplatz in Kanada.
    GM forderte auch von der Deutschen Bundesregierung mehr als eine milliarde Euro Unterstuetzung. Zum Glueck ohne Erfolg!

  • Was heisst hier unerlaubte Subvention?
    Es Diebstahl an den Altaktionären, eine Enteignung internationaler Investoren zugunsten Amerikanischer.
    Wundere mich noch heute, dass dies keine grösseren Zerrüttungen ausgelöst hat.
    Die konkursite Firma wurde keinem Konkursverfahren unterworfen, sondern einfach ohne Altlasten, aber sonst mit gleichen Assetts, Management und Produkten den neuen Eigentümern verschenkt.
    Grossartig, demokratische USA ! Oder UdSSR ?

  • Eine Subvention wäre es nur, wenn das Geld direkt in das Unternehmen geflossen wäre. Das ist hier aber nicht passiert. Die 19 Mrd $ sind auf Kursverluste der Aktien zurückzuführen ... der Staat hat sich quasi verspekuliert. Die einzigen, die in diesem Fall subventioniert wurden, sind die Aktionäre, die ihre Anteile noch zu guten Preisen an den amerikanischen Staat abgeben konnten.

  • Ja,prima und jetzt kann es weitergehen,als wär nichts gewesen.Wer erwartet,dass da irgendwelche Lerneffekte greifen,den muss ich bitter enttäuschen.

  • für diese us-kapitalisten ist jeglicher staatliche eingriff in die wirtschaft sozialismus.
    natürlich bis auf die subventionen für die eigene firma...

    der staat als beute!

  • Zumindest Arbeitsplätze in Amerika. Sorry Opelaner.

    Was anderes, ist das nicht unerlaubte Subvention ? 19 Mrd Dollar mal eben in die Autoindustrie, und niemand meckert ?

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