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Nach tödlichem Unfall Edelrid ruft Kletterausrüstung zurück

Der Allgäuer Bergausrüster Edelrid hat Konsequenzen aus einem tödlichen Kletterunfall gezogen und mehrere Klettersteigsets zurückgerufen. Die genaue Unfallursache konnte bislang allerdings noch nicht geklärt werden.
17.08.2012 - 14:32 Uhr Kommentieren
Der Bergausrüster Edelrid hat mehrere Klettersteigsets zurückgerufen. Quelle: dapd

Der Bergausrüster Edelrid hat mehrere Klettersteigsets zurückgerufen.

(Foto: dapd)

Isny Als Konsequenz aus einem tödlichen Klettersteigunfall ruft der Allgäuer Bergausrüster Edelrid mehrere Klettersteigsets aus den letzten drei Produktionsjahren zurück. Wie der Hersteller in Isny am Freitag mitteilte, wurde festgestellt, dass die Bänder der elastischen Karabineräste bei starkem Gebrauch vereinzelt der Norm-Anforderung nicht mehr entsprechen. Im Falle eines Sturzes könne dies zu schweren Verletzungen bis zum Tod führen.

Anfang August war ein Jugendlicher aus Nordrhein-Westfalen in Österreich 100 Meter abgestürzt, nachdem sein Klettersteigset gerissen war. Der 17-Jährige aus Remscheid hatte zusammen mit einem 32 Jahre alten Mann eine Tour auf dem gesicherten, aber schwierigen Klettersteig „Direttissima“ im Gebiet von Walchsee (Tirol) unternommen. Laut Polizei hatten beide keine alpine Ausbildung und keine Erfahrung mit anspruchsvollen Kletterrouten.

Mit dem vorsorglichen Rückruf reagiert Edelrid eigenen Angaben zufolge auf diesen Unfall. Die genaue Unfallursache sei bislang noch nicht geklärt und werde derzeit von Gutachtern geprüft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauerten noch an.

Alle Inhaber der vom Rückruf betroffenen Klettersteigsets sollten diese ab sofort nicht mehr benutzen und zur kostenlosen Überarbeitung an Edelrid senden oder bei ihrem Fachhändler abgeben. Edelrid fordert auch Verleiher dringend auf, die betroffenen Klettersteigsets einzusammeln.

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    Betroffen sind insgesamt sieben Klettersteigsets. Verkauft wurden sie in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Tschechien, in der Schweiz und in den Niederlanden.

    • dpa
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