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Nach Übernahme Süd Chemie schreibt rote Zahlen

Das Münchener Spezialchemie-Unternehmen Süd Chemie muss nach der Übernahme durch den Schweizer Konzern Clariant einen Verlust ausweisen. Beratungs- und Transaktionskosten belasten die Bilanz.
27.07.2011 - 10:42 Uhr Kommentieren
Die Süd Chemie AG schreibt durch Sondereffekte rote Zahlen. Quelle: Pressefoto

Die Süd Chemie AG schreibt durch Sondereffekte rote Zahlen.

(Foto: Pressefoto)

München Die mittlerweile zum Chemiekonzern Clariant gehörende Münchner Süd Chemie ist nach der Übernahme durch die Schweizer im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich verbuchte das traditionsreiche Spezialchemie-Unternehmen trotz gut laufender Geschäfte einen Verlust von 6,7 Millionen Euro, nachdem der Konzern in den ersten sechs Monaten des Vorjahres noch 13,2 Millionen Euro verdient hatte. Vor allem Sondereffekte wie Beratungs- und Transaktionskosten für den Verkauf der Aktien des früheren Großaktionärs und nach der Übernahme gekündigte Kredite drückten auf das Ergebnis, wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte. 

Das Geschäft des Konzerns, der unter anderem Gießerei-Chemikalien, Batteriekomponenten und Katalysatoren herstellt, brummt aber weiter. Der Umsatz wuchs in den ersten sechs Monaten verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf gut 673 Millionen Euro, bereinigt um die einmaligen Sondereffekte legte das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern im ersten Halbjahr um 5,4 Prozent auf knapp 47 Millionen Euro zu. Auch für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen weiter deutliches Wachstum, auch wenn sich das Tempo des Aufschwungs auf den Chemiemärkten etwas abschwächen dürfte. 2011 soll das EBIT um 15 Prozent auf rund 120 Millionen Euro zulegen. 

Clariant hatte die Übernahme des 1857 gegründeten Unternehmens im April abgeschlossen. Die Münchner beschäftigen weltweit rund 6500 Mitarbeiter. Im letzten eigenständigen Jahr 2010 hatten die Münchner ihren Umsatz um 14 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesteigert und einen Gewinn von 81,1 Millionen Euro verbucht.

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