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Nach Untreue-Verdacht gegen Topmanager VW deckelt Gehälter der Betriebsräte

Mitte November durchsuchen Staatsanwälte und Steuerfahnder Büros der VW-Führungsspitze. Schon vorher gibt es den Verdacht auf Untreue wegen einer zu hohen Bezahlung von Betriebsräten. Nun reagiert der Konzern.
22.12.2017 Update: 22.12.2017 - 09:48 Uhr 14 Kommentare
Die Konzernzentrale des Autobauers in Wolfsburg. Quelle: dpa
Volkswagen

Die Konzernzentrale des Autobauers in Wolfsburg.

(Foto: dpa)

Wolfsburg Volkswagen zieht nach einem Untreue-Verdacht gegen Topmanager wegen zu hoher Zahlungen an führende Betriebsräte Konsequenzen und deckelt vorerst deren Gehälter. Die VW-Spitze will damit angesichts strafrechtlicher Ermittlungen auf Nummer sicher gehen und Manager vor Risiken schützen. Konkret bedeutet dies, dass 14 langjährige und führende Betriebsräte des Autobauers mit Betriebsratschef Bernd Osterloh an der Spitze erst einmal zum Teil deutlich weniger Geld verdienen. Osterloh forderte angesichts einer unklaren rechtlichen Lage eine gesetzliche Neuregelung.

„Wir bedauern, dass Mitglieder unseres Betriebsrats und Vertreter des Unternehmens dieser Situation ausgesetzt sind“, sagte VW-Vorstandschef Matthias Müller am Freitag in Wolfsburg einer Mitteilung zufolge. Volkswagen zahle einem kleinen Kreis von Betriebsräten vorläufig nur noch eine Vergütung bis zur obersten tariflichen Stufe. Die betroffenen Betriebsräte werden bisher über Tarif bezahlt. Auch Jahres-Bonuszahlungen liegen auf Eis. Die Regelung gilt rückwirkend zum 1. Dezember. Wie dazu aus Unternehmenskreisen verlautete, soll das einbehaltene Geld zunächst auf ein Sperrkonto überwiesen werden. „Das ist ein anderer Vorstand, nicht mehr Herr Winterkorn“, kommentierte ein Topmanager in Wolfsburg das Vorgehen der Konzernführung. Die früheren Vergütungsregelungen für die Betriebsräte waren noch unter Vorstandschef Martin Winterkorn eingeführt worden.

Osterlohs Jahres-Grundgehalt betrug nach eigenen Aussagen bisher rund 200.000 Euro – nach der Deckelung liegt das Grundgehalt bei rund 96.000 Euro. In der Spitze hatte es, abhängig vom VW-Erfolg mit Boni, einmal bei 750.000 Euro gelegen. Diese Summe hatte der langjährige Betriebsratschef im Jahr 2014 erhalten. In dem Jahr, in dem der Konzern den höchsten Gewinn seiner Geschichte eingefahren hatte.

Der 61-Jährige steht seit 2005 an der Spitze des Betriebsrats von Volkswagen und ist eine der einflussreichsten Personen im Wolfsburger Autokonzern. Er wurde bisher vergleichbar zu einem Bereichsleiter bei VW bezahlt, also einem Mitglied der mittleren Führungsebene unterhalb der Marken- und Konzernvorstände. Osterloh sitzt außerdem für die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat und entscheidet damit über die Besetzung der Vorstände mit – die Gegenseite, die ihm jetzt das Gehalt kürzt.

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    Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt seit Mai wegen des Anfangsverdachts der Untreue bei Zahlungen an Betriebsräte gegen VW-Manager. Mitte November durchsuchten Staatsanwälte und Steuerfahnder Büros der VW-Führungsspitze. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft richten sich nicht gegen Osterloh. Wegen des Untreueverdachts ist unter anderem Personalvorstand Karlheinz Blessing im Visier der Staatsanwaltschaft. Neu dazu gekommen ist ein Steuerverfahren, weil Volkswagen seine Betriebsausgaben wegen der überhöhten Betriebsratsgehälter zu hoch angesetzt haben könnte und damit möglicherweise zu wenig Steuern gezahlt hat. Von diesen Ermittlungen ist Finanzvorstand Frank Witter betroffen, der die entsprechende Steuererklärung des Konzerns für 2014 unterzeichnet hatte.

    VW erklärte mit Blick auf die Ermittlungen, das Unternehmen habe sich dazu entschlossen, diese „für alle Beteiligten belastende Situation“ schnellstmöglich zu klären. „Wir danken den Betriebsräten ausdrücklich, dass sie diesen Schritt mittragen“, sagte Vorstandschef Müller. Mehr als 90 Prozent der Betriebsratsmitglieder der Volkswagen AG würden nach Tarif bezahlt und seien damit von den Kürzungen nicht betroffen. Volkswagen habe die Vergütung von Betriebsratsmitgliedern festgelegt und halte diese unverändert für rechtskonform. Müller betonte, dass die Kürzung der Gehälter eine „rein vorsorgliche Maßnahme“ sei. Volkswagen behalte das Geld so lange ein, bis es eine klare rechtliche Klärung gebe.

    Kritik vom eigenen Betriebsrat
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    14 Kommentare zu "Nach Untreue-Verdacht gegen Topmanager: VW deckelt Gehälter der Betriebsräte"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wieso stoppen?

      Laut Headline ist "deckeln" das Thema.

      Zur weiteren Orientierungshilfe:

      Herr Carlos Santos hat nichts veruntreut und muss deshalb nicht gedeckelt reagieren.

    • WER STOPPT CARLOS SANTOS ?

    • Und jetzt liebe Deutsche Geheimdienste die Ihr überall anwesend seid, UND IM AUFTRAG UND ZUM SCHUTZ DER DEUTSCHE BUNDESKANZLERIN TÄTIG SEID UND DAFÜR BEZAHLT WERDET, KOPIERT ALL DAS WAS ICH HIER SCHREIBE UND LEGT ES DER BUNDESKANZLERIN VOR, und diese soll es den HERREN in einem Runden Tisch mal an dem Latz knallen !!!

      Und woher ich die Läden so gut kenne ?

      Mein Vater war 24 Jahren bei der AUDI AG und wurde gemobbt , verliess das Werk im Krankenwagen und wurde frührentner dadurch !

      Ich war ebenso 20 Jahren bei der AUDI AG und wurde ebenso gemobbt, doch bevor es mir so erging wie an meinem Vater, habe ich einen Aufhebungsvertrag lieber vorgeschlagen und unterschrieben !

      DOCH DIE LÄDEN GEHÖREN ORDENTLICH REFORMIERT, auch ein Herr MÜLLER würde von mir eine Kündigung bekommen für zu lange Tatenlos zuschauen des desasters !!!

    • Machen wir uns aber um die Zukunft keine Sorgen um Deutschlands brötchengeber nummer eins das Auto !

      Die Bundeskanzlerin gab sich auch damit zufrieden auf der IAA FRANKFURT 2017 als diese vpon AUDI & VW von NICHTS als Zukunftsperspektiven vorgeführt bekam !!!

      Wenn die Bundeskanzlerin da nicht tadelte dann ist Sie eben eine SCHLECHTE BUNDESKANZLERIN FÜR DAS DEUTSCHE AUTOMOBIL UND DESSEN ARBEITSPLÄTZEN !!!


      =================>>>

      Die Bundeskanzlerin hätte fragen müssen ob dieses alles ist für alle die Jahren indem AUDI & VW Steuererleichterungen bekam um die Zukunft der deutsche Arbeitsplätzen zu garantieren bekam.

      Und dann Datum von 2020 aufwärts ???

      Warum nicht 2059???

      Haben wir tatsächlich noch so viel Zeit oder haben die Herren nicht eher Ihre Ziele verfehlt und müssten nicht eher den Hut nehmen ???



    • Aber die deutsche Konsumenten aber bald CHINESISCHE ÜBERSCHWEMMUNGEN DURCH CHINESISCHE AUTOS IN GANZ EUROPA !


      =================>>>> UND DEM DEUTSCHEN STAAT GEHÖRT 20% DER VW AKTIEN !!!

      WENN ABER DIE ARBEITSLOSIGKEIT HIER IN DIESER BRANCHE IN DEUTSCHLAND ZU STEIGERN BEGINNT , DANN TRÄGT DER DEUTSCHER STAAT 100% DER KOSTEN DER ARBEITSLOSIGKEIT, die sich dann multipliziert und andere Branchen infiziert !!!


      ..............................

      Machen wir uns aber um die Zukunft keine Sorgen um Deutschlands brötchengeber nummer eins das Auto !

      Die Bundeskanzlerin gab sich auch damit zufrieden auf der IAA FRANKFURT 2017 als diese vpon AUDI & VW von NICHTS als Zukunftsperspektiven vorgeführt bekam !!!

      Wenn die Bundeskanzlerin da nicht tadelte dann ist Sie eben eine SCHLECHTE BUNDESKANZLERIN FÜR DAS DEUTSCHE AUTOMOBIL UND DESSEN ARBEITSPLÄTZEN !!!

    • Herr Carlos Santos22.12.2017, 15:15 Uhr
      Herr Peter Steckenborn22.12.2017, 12:42 Uhr
      wie sieht die ganze Sache denn bei der Tochter Porsche aus?
      Der sonst so redselige Herr Hück hält sich auffällig bedeckt.

      ................................

      PORSCHE IST KEINE TOCHTER MEHR SONDERN MUTTER GEWORDEN !!!

      Über 51% der VW Aktien gehören PORSCHE !!!

      Über 98 % der AUDI Aktien gehören VW !!!

      Dann wundern wir uns noch weshalb alles in Deutschland steht ???

      Aber die deutsche Konsumenten aber bald CHINESISCHE ÜBERSCHWEMMUNGEN DURCH CHINESISCHE AUTOS IN GANZ EUROPA !


      =================>>>> UND DEM DEUTSCHEN STAAT GEHÖRT 20% DER VW AKTIEN !!!

      WENN ABER DIE ARBEITSLOSIGKEIT HIER IN DIESER BRANCHE IN DEUTSCHLAND ZU STEIGERN BEGINNT , DANN TRÄGT DER DEUTSCHER STAAT 100% DER KOSTEN DER ARBEITSLOSIGKEIT, die sich dann multipliziert und andere Branchen infiziert !!!


    • Herr Peter Steckenborn22.12.2017, 12:42 Uhr
      wie sieht die ganze Sache denn bei der Tochter Porsche aus?
      Der sonst so redselige Herr Hück hält sich auffällig bedeckt.

      ................................

      PORSCHE IST KEINE TOCHTER MEHR SONDERN MUTTER GEWORDEN !!!

      Über 51% der VW Aktien gehören PORSCHE !!!

      Über 98 % der AUDI Aktien gehören VW !!!

      Dann wundern wir uns noch weshalb alles in Deutschland steht ???

      Aber die deutsche Konsumenten aber bald CHINESISCHE ÜBERSCHWEMMUNGEN DURCH CHINESISCHE AUTOS IN GANZ EUROPA !

    • NACH UNTREUE-VERDACHT GEGEN TOPMANAGER
      VW deckelt Gehälter der Betriebsräte
      Datum:
      22.12.2017 07:37 UhrUpdate: 22.12.2017, 09:48 Uhr
      Mitte November durchsuchen Staatsanwälte und Steuerfahnder Büros der VW-Führungsspitze. Schon vorher gibt es den Verdacht auf Untreue wegen einer zu hohen Bezahlung von Betriebsräten. Nun reagiert der Konzern.

      ....................

      Ein Richtiger Schritt des Konzerns aber nicht gut genug um Gelder an der richtiger Stelle einzusparen !!!!

      ====>>> LEGT ENDLICH DIE VERWALTUNG VON DER AUDI AG IN DIE VERWALTUNG VON VW, DADURCH IST DOPPELTES GEMOBELTES ENDLICH EINGESPART, daß eine Berg von unnötige kosten auffrisst !!!

    • wie sieht die ganze Sache denn bei der Tochter Porsche aus?
      Der sonst so redselige Herr Hück hält sich auffällig bedeckt.

    • Herr Osterloh hat Recht, die bestehen Gesetze sind ungenügend definiert. - Da müssen klarere Regeln her. Das wäre doch eine schöne Aufgabe für die im Stand-by stehenden Ministerien in Berlin....

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