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Nach Warnstreiks Geld statt Zeit - Fortschritte bei Stahltarifverhandlungen

Noch klaffen die Vorstellungen auseinander, aber in die neue Tarifrunde für die Stahlindustrie kommt Bewegung. Eine Idee: Geld in Zeit umwandeln.
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Stahlarbeiter beteiligen sich vor einem Werkstor von Thyssenkrupp an einer Kundgebung der Gewerkschaft IG Metall. Die fordert sechs Prozent mehr Lohn und die Umwandlung von Geld in Freizeit. Quelle: dpa
Warnstreik in der Stahlindustrie

Stahlarbeiter beteiligen sich vor einem Werkstor von Thyssenkrupp an einer Kundgebung der Gewerkschaft IG Metall. Die fordert sechs Prozent mehr Lohn und die Umwandlung von Geld in Freizeit.

(Foto: dpa)

DüsseldorfNach den Warnstreiks der vergangenen Wochen ist in die Tarifverhandlungen für die 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie Bewegung gekommen. Die Arbeitgeber legten am Montag ein erstes Angebot vor, wie beide Seiten nach der vierten Verhandlungsrunde in Düsseldorf mitteilten.

Dies sehe eine Lohnerhöhung um 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten vor, erklärte der Arbeitgeberverband Stahl. Zudem solle es ab Juli 2020 für einen begrenzten Personenkreis eine in Freizeit umwandelbare Vergütung in Höhe von 600 Euro im Jahr geben, die für 2020 anteilig gezahlt würde.

„Wenn jetzt die IG Metall eine realistische Beurteilung der Gesamtumstände vornimmt, sollten wir zu einer Einigung kommen können“, sagte Arbeitgeberverhandlungsführer und Thyssenkrupp-Stahlchef Andreas Goss. Die nächste Runde sei am 11. März geplant.

„Das angebotene Volumen bei Entgelt und Urlaubsvergütung ist angesichts der guten Situation in der Stahlindustrie bei weitem nicht ausreichend“, konterte der nordrhein-westfälische IG Metallchef Knut Giesler. Die IG Metall fordere weiterhin, dass alle Beschäftigtengruppen Geld in Zeit tauschen können. „Deshalb war es heute nicht möglich, in eine finale Verhandlung zu gehen.“

Die IG Metall fordert für die Schwerindustrie mit Konzernen wie Thyssenkrupp, Salzgitter und ArcelorMittal sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem soll es ein zusätzliches Urlaubsgeld von 1800 Euro geben, das auch in Freizeit umgewandelt werden kann.

  • rtr
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