Nach Yuan-Abwertung Stahlbranche warnt vor Billig-Importen aus China

Chinas Währung wertet ab – und die Stahlbranche ist alarmiert: Chinas Stahlhütten verkauften zu Preisen, die unter den Produktionspreisen lägen, warnt etwa der Branchenverband Eurofer. Die europäischen Hütten reagieren.
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Einige Stahlhütten in Europa haben als Reaktion auf die Yuan-Kursverluste bereits damit begonnen, die Preise zu senken. Quelle: dpa
Furcht vor Konkurrenz

Einige Stahlhütten in Europa haben als Reaktion auf die Yuan-Kursverluste bereits damit begonnen, die Preise zu senken.

(Foto: dpa)

LondonNach der Abwertung der chinesischen Landeswährung Yuan fürchtet der europäische Stahlverband Eurofer zunehmende Konkurrenz durch chinesischen Billigstahl. Europa sei nicht davor geschützt, von billigem chinesischen Stahl überflutet zu werden, teilte Eurofer am Donnerstag mit. Schon jetzt hätten die chinesischen Hütten massive Überkapazitäten. „China verkauft derzeit den überschüssigen Stahl auf dem europäischen Markt zu Preisen, die unter den Produktionspreisen liegen“, erklärte der Verband. „Die Übernacht-Abwertung der chinesischen Währung trägt zum unfairen Wettbewerb mit der europäischen Stahlbranche bei.“

Insidern zufolge haben einige chinesische Stahlhütten angesichts der jüngsten Kursverluste bei der Landeswährung Yuan die Preise bereits gesenkt. Eurofer, zu dessen Mitgliedern ThyssenKrupp, ArcelorMittal und Voestalpine gehören, geht davon aus, dass die chinesischen Exporte in den ersten fünf Monaten 2015 um fast die Hälfte verglichen mit dem Vorjahr zulegten.

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