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Nach zwei Abstürzen Boeing nimmt Produktion von Unglücksflieger 737 Max wieder auf

Produktion in kleinen Stückzahlen: Boeing baut wieder 737-Max-Maschinen. Der einstige Verkaufsschlager hatte 2019 nach zwei Abstürzen Flugverbot bekommen.
28.05.2020 - 00:14 Uhr Kommentieren
Der US-Flugzeugbauer plant erst einmal eine geringe Stückzahl der Unglücksmaschinen 737 Max. Quelle: AFP
Boeing nimmt Produktion wieder auf

Der US-Flugzeugbauer plant erst einmal eine geringe Stückzahl der Unglücksmaschinen 737 Max.

(Foto: AFP)

Renton Der angeschlagene US-Flugzeugbauer Boeing hat die Produktion seines nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Krisenjets 737 Max wieder aufgenommen. Die Fertigung laufe zunächst auf geringem Niveau wieder an und werde im Laufe des Jahres weiter hochgefahren, teilte Boeing am Mittwoch mit. Es würden mehr als ein Dutzend Initiativen zur Verbesserung von Arbeitssicherheit und Produktqualität im Hauptwerk in Renton nahe Seattle umgesetzt werden.

Boeing hatte die Produktion des Flugzeugtyps im Januar bis auf Weiteres ausgesetzt. Zuvor waren monatelang 737-Max-Modelle auf Halde gefertigt worden, die wegen der Flugverbote nicht ausgeliefert werden konnten. Wann die Problemflieger wieder abheben dürfen, ist jedoch weiterhin unklar. Die Entscheidung liegt bei den internationalen Aufsichtsbehörden. Boeing hofft auf eine rasche Wiederzulassung, die Corona-Krise könnte das Verfahren aber noch weiter verzögern.

Für die 737 Max waren im März 2019 nach zwei Abstürzen binnen weniger Monate, bei denen insgesamt 346 Menschen starben, weltweit Startverbote verhängt worden. Boeing geriet dadurch in eine schwere Krise, die sich aufgrund der Corona-Pandemie zuletzt noch zusätzlich verschärfte. Der Konzern kämpft mit milliardenschweren Sonderkosten und reagierte unter anderem mit Produktionskürzungen und einem großen Stellenabbau auf die Probleme. So soll die Beschäftigtenzahl von weltweit zuletzt rund 160 000 um etwa zehn Prozent reduziert werden.

Mehr: Boeing kündigt 6770 US-Mitarbeitern - Tausende weitere Entlassungen geplant

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