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Negativpreis Plagiarius Die gefährlichen Ideen-Klauer

Matratzen, Felgen, Kinderspielzeug: vor Fälschern ist nichts mehr sicher. Die Nachahmungen schaden nicht nur den Herstellern, sondern sind oft auch gefährlich. Die Aktion Plagiarius hat die dreistesten „ausgezeichnet“.
10.02.2012 - 12:10 Uhr 1 Kommentar
Der 1. „Preis“ ging an die Leichtbau-Schmiedefelge „AC Schnitzer Typ V“. Links das Original, rechts die Fälschung. Quelle: Aktion Plagiarius e.V.

Der 1. „Preis“ ging an die Leichtbau-Schmiedefelge „AC Schnitzer Typ V“. Links das Original, rechts die Fälschung.

(Foto: Aktion Plagiarius e.V.)

Düsseldorf Nachahmungen sind der Horror für jedes Unternehmen. Wird ein Endprodukt kopiert, geht nicht nur ein Teil der potenziellen Einnahmen verloren. Innovative Produkte kosten mehr als die eigentliche Herstellung. Teure Vorleistungen für Forschung und Entwicklung, Design und Marketing müssen refinanziert werden. Zugleich fließen Know-how und Erfahrung ab an die dreisten Nachahmer.

Die Schäden sind immens. Plagiate und Fälschungen sind längst zu einem Milliardengeschäft geworden. Unternehmen sind bedroht – die Nachahmer werden immer dreister. Die Geschichte des deutschen Mittelständlers Vietz ist nur eine von vielen. Der Pipeline-Equipment-Hersteller eröffnete mit einem chinesischen Partner im Rahmen eines Joint Ventures ein Werk bei Peking. Nicht einmal ein halbes Jahr später entdeckte Vietz ein baugleiches Werk in der Nähe – ein Plagiat. Die Produkte des Unternehmens wurden dort eins zu eins nachgebaut.

Längst sind es nicht mehr nur Mittelständler, die Opfer von Produktpiraterie werden. Auch Global Player sind nicht mehr sicher. Im vergangenen Jahr entdeckte eine Touristin im Südwesten Chinas mehrere falsche „Apple Stores“. Von der Inneneinrichtung bis zu den Produkten war alles fast perfekt nachgeahmt. Nur wenige Details machten die US-Bürgerin stutzig. So verwendeten die kopierten Läden in der Stadt Kunming im Gegensatz zu den Originalen unterhalb des Apple-Logos den Schriftzug „Apple Store“.

Ikea entdeckte 2011 ebenfalls in Kunming eine exakte Kopie eines Ikea-Möbelhauses. Selbst eine Cafeteria gab es in dem 1000 Quadratmeter großem Plagiat. Dort konnte man allerdings nur chinesisches Essen anstatt der schwedischen Spezialitäten à la Köttbullar und Co. bestellen.

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    1 Kommentar zu "Negativpreis Plagiarius: Die gefährlichen Ideen-Klauer"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • ein wahrlich lustiger artikel !! die deutsche presse kolportiert regelmäßig dramatische artikel zum thema produktfälschungen. machen sie sich doch einmal als redaktion den spass diese firmen anzurufen,mit dem hinweis sie hätten eine technologie entwickelt die dieses problem nahezu beseitigt. ich bin gespannt auf die resonanz....die probleme werden sich wie flüchtiges gas in nichts auflösen und eine bereitschaft mit ihnen zu reden dürfte auch schwach ausgeprägt sein...viel glück !!

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