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Nervengift Johnson & Johnson verliert Lust auf Botox

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson und seine Tochterfirma Mentor steigen aus dem Botox-Geschäft aus. Stattdessen sieht die Gruppe „große Chancen“ in einem anderen Bereich der Schönheitschirurgie.
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Firmenzentrale von Johnson & Johnson: Der Konzern hatte Mentor gekauft, um mit der Botox-Variante Purtox die Konkurrenz anzugreifen. Quelle: ap

Firmenzentrale von Johnson & Johnson: Der Konzern hatte Mentor gekauft, um mit der Botox-Variante Purtox die Konkurrenz anzugreifen.

(Foto: ap)

New York Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson steigt aus dem Markt mit dem Anti-Falten-Mittel Botox aus. Die Tochterfirma Mentor habe „nach reiflicher Überlegung“ beschlossen, ihr Programm zur kosmetischen Nutzung von Nervengiften aufzugeben, teilte der Konzern am Sonntag mit. Mentor werde sich stattdessen auf die Produktion von Brustimplantaten konzentrieren. In diesem Geschäft sei die Firma bekannt und sehe „große Chancen“.

Johnson & Johnson hatte Mentor im Jahr 2008 für 1,1 Milliarden Dollar (792 Millionen Euro) gekauft. Die Firma entwickelte unter dem Markennamen Purtox eine Variante des Nervengifts Botulinumtoxin, dass die Gesichtsmuskeln lähmen kann und dadurch vorhandene Falten glätten und neue verhindern soll.

Purtox sollte einen Angriff auf die US-Pharmafirma Allergan ermöglichen, die das Botulinumtoxin als erste unter dem Namen Botox auf den Schönheitsmarkt gebracht hatte. Im Januar 2013 kündigte Johnson & Johnson an, dass bis Ende 2014 eine behördliche Zulassung des Produkts in den USA zu erwarten sei.

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  • afp
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