Aktuelles Logo nach dem Rebrush 2012

Das neue Logo soll frühestens im kommenden Jahr eingeführt werden.

(Foto: picture alliance / Frank May)

Neue Marketingstrategie VW will mit neuem Logo die Dieselaffäre abschütteln

Nach dem Führungswechsel bei VW will der Konzern sein Logo modernisieren. Dieser Schritt ist nur ein Teil einer großangelegten Imagekampagne.
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Kurz nach dem Führungswechsel bei Volkswagen soll nun auch das Logo aufgefrischt werden, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das wäre das erste Re-Design seit 2012. Damit will sich der Autohersteller auf die Ära der E-Autos vorbereiten und das schlechte Image aufpolieren, das ihm seit Bekanntwerden der Dieselaffäre anhaftet. Noch gibt es keine Hinweise oder Bilder, wie das neue Logo aussehen soll.

Es soll erst im kommenden Jahr zusammen mit einer neuen E-Automodellreihe der Öffentlichkeit präsentiert werden, sagte Jochen Sengpiehl, Marketingchef von VW, bei einer Pressekonferenz am Montag in Berlin. Als Zeichen der Zeit müsse das Logo sowohl auf Autos als auch auf Smartphones eine starke Symbolkraft haben, fügte Sengpiehl hinzu.

Das VW-Logo wurde zuletzt vor sechs Jahren minimal verändert. Ansonsten ist es seit dem Zweiten Weltkrieg mehr oder weniger gleich geblieben.

VW: Volkswagen will mit neuem Logo die Dieselaffäre abschütteln
VW-Logos

Seit dem Zweiten Weltkrieg ist das Logo kaum verändert worden.

Quelle: CC by Marta fernadez montes

„Die Marke ist, verglichen mit den vergangenen Jahren, in keinem guten Zustand“, erklärte der Marketingchef. VW habe versucht, „zu deutsch“ zu sein und habe an Emotionalität verloren. Und daran sei nicht nur der Dieselskandal schuld.

Zu der neuen Strategie gehöre auch, dass der Autohersteller seinen Social-Media-Auftritt verbessert – vor allem, um Skeptiker von E-Autos zu überzeugen. Ziel sei es, VW weniger spießig zu machen und die Innovationskraft des Herstellers deutlicher herauszustellen, zitiert Bloomberg den Marketingchef. „Die größte Herausforderung ist es, die Menschen in die elektrische Welt mitzunehmen“, sagte Sengpiehl. „Und dafür müssen wir bunter werden.“

Dafür will VW in den kommenden Monaten eng mit Werbeagenturen zusammenarbeiten.

Es ist auch der Versuch, die 20 Milliarden Euro teure Modellreihe für elektrische Fahrzeuge an den Mann zu bringen. Sengpiehl war bereits zwischen 2006 und 2009 bei VW, wechselte dann zu Hyundai Motors und kehrte im September 2017 nach Wolfsburg zurück.

Der Konzern kämpft seit Jahren mit den Folgen der Dieselaffäre. Nachdem Matthias Müller als Konzernchef durch den Markenchef Herbert Diess ersetzt wurde, hoffen sowohl Mitarbeiter als auch Anleger auf eine Trendwende.

Das sind die Bestseller von VW
Platz 10: VW Up - 158.795 verkaufte Fahrzeuge
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Trotz gesunkener Verkaufszahlen reicht es noch für Platz zehn: Der Kleinstwagen von VW überzeugt mit pfiffigen Lösungen auf engstem Raum. Agilität in der City und geringe Kosten, damit kann der Zweitürer ebenso punkten.

Quelle: VW Konzernbericht 2017

Platz 9: VW Gol – 203.148 verkaufte Fahrzeuge
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Der Kleinwagen wird speziell für den lateinamerikanischen Markt gebaut und ist dort eines der erfolgreichsten Autos überhaupt. 2017 konnte Volkswagen den Absatz deutlich steigern.

Platz 8: VW Santana - 293.313 verkaufte Fahrzeuge
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Auch die dritte Generation ist ein echter Verkaufserfolg. In Deutschland führte das damals noch sehr kantige Modell eher ein Langweiler-Schattendasein, machte aber international Karriere: 2013 wurde ein komplett neu entwickelter Santana speziell für den chinesischen Markt vorgestellt.

Platz 7: VW Bora - 334.900 verkaufte Fahrzeuge
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Dass der Name der fünftürigen Limousine zwischen Golf- und Passat-Größe überhaupt noch geführt wird, ist der Bedeutung des chinesischen Automarktes zu verdanken, der für die Wolfsburger so unglaublich wichtig geworden ist. Und egal was man von der Formgebung in Europa hält: Chinesen lieben nun mal klassische Limousinen.

Platz 6: VW Lavida - 507.574 verkaufte Fahrzeuge
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Und noch eine Limousine, wobei diese untere Mittelklasse sogar in China entwickelt wurde. Den hierzulande unbekannten Lavida bietet VW seit zwei Jahren auf dem größten Wachstumsmarkt an. Mit Erfolg.

Platz 5: VW Passat/Magotan - 660.996 verkaufte Fahrzeuge
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Platz, Qualität und High-Tech überzeugen viele Käufer. Die geräumige untere Mittelklasse ist in Deutschland vor allem als Kombi für Dienstwagen-Fuhrparks gefragt, der Rest der Welt findet die Limousine interessanter. Den Absatz des Bestsellers, den es schon seit mehr als 40 Jahren gibt, ging im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück.

Platz 4: VW Polo – 755.506 verkaufte Fahrzeuge
7 von 10

Egal welche Generation - der deutsche Kleinwagen-Klassiker dominiert die Neuzulassungsstatistiken oft Monat für Monat in Folge. 2017 präsentierte VW-Markenvorstand Herbert Diess die neueste Variante des Polo.

  • aiv
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4 Kommentare zu "Neue Marketingstrategie: VW will mit neuem Logo die Dieselaffäre abschütteln"

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  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Diskutieren erwünscht – aber richtig“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Zum Abschütteln der Dieselaffäre für den neuen CEO ein ganz heißer und vor allem wirkungsvoller Tipp:

    Entschädigt die deutschen Käufer der von der Dieselaffäre betroffenen Fahrzeuge in gleicher Weise wie die Käufer in den USA. Der wäre ein erstklassiger Einstieg in dieses leidige Thema.

  • Das ist der beste Witz seit langem-welches hochbezahlte Vorstandmitglied ist denn auf diese geniale Idee gekommen- das liegt bestimmt an der tollen "betrieblichen Mitbestimmung" oder der Sperrminorität Neidersachsens (alles Top Aufseher und Krisenmanager)
    laut Dudenhöfer wird VW deshalb zukünftig weiter Arbeitsplätze in D abbauen da hilft auch kein neues Logo mehr bis 2019 übrigens 4000 Leiharbeiter
    Und Dieselkunden in Deutschland bekommen auch keinen Pfennig
    da ist es besonders wichtig als erstes ein neues LOGO zu entwickeln
    war Herr Piech vlt betrunken?

  • Endlich hat auch VW die Zeichen der Zeit erkannt. Sie müssen bunter werden. Ich gehe davon aus die VW-Manager meinen damit die Autofarben.

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