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Premium Neue Strategie in der Dieselaffäre Charmeoffensive für Adblue gegen dicke Luft

Jahrelang wurde der Diesel-Reinigungsstoff tot geschwiegen. Nun ermitteln die Staatsanwälte deswegen – und die Autokonzerne sagen plötzlich: Adblue tanken ist ganz normal. Nur: Die Mineralölindustrie spielt nicht mit.
10.06.2017 - 08:58 Uhr
Fernfahrer haben Erfahrung mit Adblue, Pkw-Fahrer müssen sich noch daran gewöhnen. Quelle: mauritius images
Adblue-Tankstelle

Fernfahrer haben Erfahrung mit Adblue, Pkw-Fahrer müssen sich noch daran gewöhnen.

(Foto: mauritius images)

Düsseldorf Im Internet schießen sie zurzeit wie Pilze aus dem Boden. Websites, die Autofahrern Adblue nahebringen sollen – jenes Harnstoff-Wasser-Gemisch, das im Mittelpunkt der Dieselaffäre steht. Schon seit 2008 wird der Stoff bei Millionen von Dieselfahrzeugen eingespritzt, um Schadstoffe zu neutralisieren. Aber erst Ende 2015 rückte die Flüssigkeit ins Bewusstsein deutscher Autofahrer. Da sickerte durch, dass der VW-Konzern die Adblue-Zuführung auf der Straße heimlich drosselte, damit seine Fahrzeuge längere Strecken ohne Nachfüllen zurücklegen konnten.

Noch 2012 wurde in Präsentationen von Audi geradezu ängstlich gewarnt, der Kunde dürfe „mit Adblue nicht in Kontakt kommen“. Nun entstehen plötzlich sogar Homepages dazu, wie etwa www.findAdblue.com, eine kürzlich gestartete Gemeinschaftsaktion von Bosch, Opel, VW, Audi, Mercedes und Shell. Dort heißt es: „Die Website liefert einen kostenlosen und unabhängigen Service, um Adblue-Zapfsäulen an Tankstellen sowie Lieferanten zu finden.“

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