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Neue Werke Volkswagen auf weltweitem Expansionskurs

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Die genaue Höhe der Investitionen wird geheim gehalten

In anderen Regionen dürfte VW ebenfalls kräftig aufstocken, um die schwächeren Aussichten für Europa auszugleichen. Dabei könnte auch die VW-Tochter Audi zum Zuge kommen. Die Gerüchteküche hatte mit Blick auf ein eigenes Werk der Ingolstädter in den USA schon länger gebrodelt. „Beschlossen ist gar nichts“, hatte es im Juli bei der Vorstellung des neuen VW Beetle geheißen. Nun steht für Winterkorn immerhin das nötige Marktpotenzial fest: „Für eine vernünftige Auslastung brauchen Sie mindestens 150.000 Einheiten.“ Porsche kann dagegen nicht mit einem eigenen Werk jenseits des Atlantiks rechnen. Grund sei aber nicht etwa die Hängepartie um Klagen wegen Marktmanipulation, welche die Verschmelzung mit Volkswagen hinauszögern. Porsche werde als deutsche Marke schlechthin wahrgenommen, meinte der VW-Chef. „Insofern denke ich nicht, dass das Thema in absehbarer Zeit auf der Agenda steht.“ In der Heimat war der Gesamtabsatz aller Konzernmarken nach dem Rekordjahr 2010 zuletzt längst nicht so stark gestiegen wie in den ausländischen Boom-Regionen. Bis Ende Juli gelang in Deutschland ein Plus von 11,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - weltweit waren es für die VW-Familie 14,4 Prozent. Dennoch sind Deutschland und Europa für Winterkorn weiter das „Rückgrat für den Erfolg“. 

Entgegen Befürchtungen des Wolfsburger Betriebsrats, Teile der Tiguan-Produktion ins neue US-Werk in Chattanooga (Bundesstaat Tennessee) zu verlagern, stellte Winterkorn klar: Die Linie für den kleinen Geländewagen im Stammwerk soll noch erweitert werden. Auch Forschungen zur Elektromobilität werden aus Niedersachsen gesteuert. 

Wie hoch die Investitionen letztlich ausfallen werden, ließ ein Unternehmenssprecher am Wochenende vorerst offen. Mit einer dank laufender Rekordabsätze und sprudelnder Gewinne prall gefüllten Kasse dürfte der geplante Ausbau dem Konzern mit seinen neun Marken aber kaum größere Probleme bereiten: Ende 2010 hatte der VW-Aufsichtsrat beschlossen, bereits bis 2015 insgesamt 51,6 Milliarden Euro für eine verbesserte Produktion und neue Entwicklungen locker zu machen.

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  • dpa
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