Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Neues Medikament Johnson & Johnson zahlt eine Milliarde für Krebsmittel

Der US-Pharmakonzern erwirbt für mehr als eine Milliarde Dollar die Rechte an einem neuen Medikament. Die Arznei soll gegen Knochenmarkkrebs zum Einsatz kommen.
30.08.2012 - 11:28 Uhr Kommentieren
Johnson & Johnson erwirbt für 1,1 Milliarde Dollar die Rechte an einem Medikament gegen Krebs. Quelle: ap

Johnson & Johnson erwirbt für 1,1 Milliarde Dollar die Rechte an einem Medikament gegen Krebs.

(Foto: ap)

Kopenhagen Der amerikanische Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) greift für die Rechte an einem neuen Krebsmedikament der dänischen Biotechfirma Genmab tief in die Tasche. Mehr als 1,1 Milliarden Dollar ist dem US-Konzern der Zugriff auf die in Entwicklung befindliche Substanz Daratumumab wert, wie Genmab am Donnerstag mitteilte. Die Vereinbarung sehe zudem vor, dass sich J&J mit 10,7 Prozent an der auf Antikörper-Wirkstoffe spezialisierten Biotechfirma beteilige. Die Nachricht beflügelte die Genmab-Aktie an der Börse in Kopenhagen. Sie schoss zeitweise um mehr als 21 Prozent nach oben.

Die J&J-Tochter Janssen Biotech werde künftig die weltweiten Lizenzrechte an der Substanz halten, teilte Genmab mit. Der Wirkstoff Daratumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der unter anderem zur Bekämpfung von Knochenmarkkrebs eingesetzt werden soll. Genmab erhält zunächst umgerechnet 55 Millionen Dollar für die Lizenz. Weitere rund 80 Millionen Dollar kommen aus dem Verkauf von 5,4 Millionen neuen Genmab-Aktien an J&J im Zuge einer Privatplatzierung hinzu. Den Dänen winken außerdem bis zu eine Milliarde Dollar an erfolgsabhängigen Zahlungen, wenn die Substanz vorher festgelegte Entwicklungs-, Zulassungs- und Umsatzziele schafft.

Der US-Konzern soll für sämtliche Entwicklungskosten sowie Vertriebskosten aufkommen. Genmab hat Erfahrung im Abschluss von großen Geschäften mit internationalen Pharmakonzernen. So erregte Genmab Ende 2006 einiges Aufsehen, als der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline für bis zu 2,1 Milliarden Dollar die Rechte an dem Genmab-Antikörper Ofatumumab zur Bekämpfung von Leukämie erwarb. Viele große Arzneimittelhersteller haben derzeit Nachschubprobleme, da umsatzstarke Präparate den Patentschutz verlieren und nachfolgende Medikamente aus den eigenen Labors oftmals nicht ausreichen, um die Umsatzausfälle auszugleichen. Für Biotechfirmen, die auf Partnersuche für ihre Wirkstoffe sind, ist das Branchenumfeld daher momentan günstig.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Neues Medikament - Johnson & Johnson zahlt eine Milliarde für Krebsmittel
    0 Kommentare zu "Neues Medikament: Johnson & Johnson zahlt eine Milliarde für Krebsmittel"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%