Neustart in den USA VW will wieder geliebt werden

Volkswagen will nach der Diesel-Krise die Liebe der Amerikaner neu entfachen. In Detroit tritt der Autobauer bescheiden auf. Doch neue Entwicklungen im Abgasskandal könnten zarte Erfolge gleich wieder vereiteln.
Update: 09.01.2017 - 14:07 Uhr 19 Kommentare
„Wir wollen Amerikas Liebe für Volkswagen wieder entfachen." Quelle: AP
Herbert Diess

„Wir wollen Amerikas Liebe für Volkswagen wieder entfachen."

(Foto: AP)

DetroitZwei Autos stehen auf der Bühne des „Garden Theater“ von Detroit. Mit dem neuen Atlas und dem speziell für die USA verlängerten Tiguan Allspace will Volkswagen seine Geländewagen-Offensive auf dem amerikanischen Automarkt einläuten – und die Dieselaffäre damit am besten gleich ganz vergessen lassen.

„We want to reignite America's Love for Volkswagen“, sagte Markenchef Herbert Diess – VW will Amerikas „Liebe“ für VW wieder entfachen. „We are here to stay“, sekundierte Amerika-Chef Hinrich Woebcken.

Es ist eine typische Veranstaltung, wie es sie bei jeder größeren Automesse zu Dutzenden gibt. Autohersteller mieten ein Theater, ein großes Restaurant oder ein Museum an, um ihre Produktneuheiten in einem besonderen Ambiente und eben nicht nur auf der Messe zu präsentieren. Insofern bewegt sich die Volkswagen-Veranstaltung auf der Detroit Motor Show in einem gewohnten Rahmen.

Überraschende Aktion – FBI klagt erstmals VW-Manager an

Trotzdem ist die VW-Präsentation mit Atlas und Tiguan Allspace zum Messeauftakt von Detroit in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Nach den vielen negativen Erfahrungen im Zusammenhang mit der Dieselaffäre schaltet Volkswagen auf der wichtigsten amerikanischen Automesse einen Gang zurück, die neuen Autos werden bescheidener und zurückhaltender als in den Vorjahren präsentiert.

Üblich ist bei Volkswagen eigentlich ein Konzernabend, auf dem sich alle Marken des Unternehmens gemeinsam vorstellen dürfen. VW, Porsche und Audi treten dann zusammen auf, um so etwas wie einen Familienverbund zu demonstrieren. Doch in diesem Jahr ist in Detroit erstmals alles anders. Auf der Bühne des Garden Theaters stehen nur Fahrzeuge von Volkswagen, es ist der Markenabend von VW.

So bleibt an diesem Messe-Abend in Detroit die Premiumtochter Audi ausgesperrt. „An so etwas müssen wir uns erst einmal gewöhnen“, erzählt ein Audi-Manager. Jede einzelne Marke des Konzerns agiert heute eigenständiger, wie das Beispiel der Automesse in Detroit zeigt. Dazu gehört auch der kritische Blick auf die Kosten – und Audi hat sich aus Gründen einer neuen Sparsamkeit gegen einen eigenen Markenabend irgendwo in Detroit entschieden.

Dass es bei Volkswagen in Detroit keinen großen Konzernabend mehr gibt, hat auch mit der Dieselaffäre zu tun. Am Montag machte ein Bericht der „New York Times“ Schlagzeilen, nachdem die US-Bundespolizei FBI einen VW-Manager festgenommen hat. Ihm werde Verabredung zum Betrug vorgeworfen. Er soll demnach eine Schlüsselrolle bei der versuchten Vertuschung des Skandals gespielt haben.

Der Manager solle an diesem Montag in Miami vor Gericht erscheinen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Detroit. Ein VW-Sprecher erklärte, der Konzern wolle sich nicht zu Personalangelegenheiten oder laufenden Ermittlungen äußern. Im vergangenen Jahr hatte bereits ein Ingenieur in den USA zugegeben, an der Manipulation beteiligt gewesen zu sein. Ihm steht ein Prozess noch bevor.

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19 Kommentare zu "Neustart in den USA: VW will wieder geliebt werden"

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  • Wir Investoren kaufen LNG Aktien und Derivate, vergessen sie alles Andere.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • @Herr Mark Hoffmann,

    wie beabsichtigt und erwartet haben Sie sich gemeldet. Ich freue mich immer wieder, wenn man nur einen kleinen Anstoß geben muss und schon reagiert wird.

    Und zum Buch "Biosphäre in der heißen Tiefe" von Thomas Gold eine Buchbeschreibung von Konrad Fischer
    Thomas Gold bringt in seinem Werk die ahnungslose Welt zum Staunen: Erdöl, Erdgas und Kohle sind nicht aus Tierleichenöl oder alten Strünken entstanden, wie es der sogenannte Humanist und Bergwerkszwergflüsterer Georg Agricola und später Michael Lommonossow, der russische Aufschneider fabulierten, sondern entstammt unendlichen Erdgasquellen im Inneren. Die dann unter hohem Druck und extrem heißen Temperaturen unter Mitwirkung von Mikroorganismen zu den angeblich fossilen Energien werden.

    Da bleibt mir mal wieder nur ein Zitat von Heinz Erhardt: Noch'n Gedicht

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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  • @Tschortscho Eibl
    .. Ja, Sonnenenergie ist kostenlos weil sie der Steuerzahler schultert
    und statt einem Getriebe haben wir ein paar Zentner Sondermüll (Akkus)

  • Herr Joachim Sels,

    ein sehr guter Kommentar, den ich vorbehaltlos unterstütze.

    Da bietet der Allrounder Mark Hoffmann kräftig Paroli und überrascht u. a. bei Tschortscho Eibl mit bahnbrechenden Erkenntnissen:

    "Erdöl, Erdgas ist in unbegrenzten Mengen auf unseren Planten vorhanden. Die Erde selbst sorgt für reichlich Nachschub und verschwinden tut nichts auf unserer Erde."

    So ist er, der Mann, der ja auch den Begriff "Grün-Sozialistische Merkel..." kreiert hat.

  • Wann fangen wir endlich wirklich damit an, was für die Erde zu tun, und beginnen damit, das Wachstum der Bevölkerung zu begrenzen.

  • "Toyota traut sich freiwillig, auf den Diesel im PKW zu verzichten und hat mit der Hybridtechnik sicher ein Ass im Ärmel, was den deutschen nach wie vor fehlt." (Zitat)
    ... dieses Ass im Ärmel ist das gleiche, wie wenn man sich einen Ziegel ans Bein bindet, damit man nicht mehr so schnell laufen kann. Hybridtechnologie bringt unterm Strich keinerlei Einsparung und dient nur als Feigenblatt, um "Umwelt-Retter" zu befriedigen.

  • @Tschortscho Eibl
    Erdöl, Erdgas ist in unbegrenzten Mengen auf unseren Planten vorhanden. Die Erde selbst sorgt für reichlich Nachschub und verschwinden tut nichts auf unserer Erde. Es wandelt sich immer wieder und wird zum Schluss in anderer Form oder in gleicher Form wiederverwendet. So wie das Element Wasser. Das wird auch nicht verbraucht sondern nur verwendet. Verbrauchen würde nämlich heißen, es würde die Erde Richtung Mond bzw. Weltall verlassen.
    Die Mafia der OPEC macht das Billigprodukt Oel nur zu einen wertvollen Gut. Und der Staat mit seinen Zwangsabgaben und Steuern macht das Produkt Oel dann gänzlich in Deutschland zu einen Luxusgut.
    Weiterhin kann das Oel gar nicht die Umwelt schädigen, weil das Oel schlicht und einfach ein Bestandteil der Umwelt/Natur ist!
    Ein E-Auto benötigt eine Batterie. Eine Batterie hat als Energieträger erhebliche Nachteile gegenüber den Energieträger Oel oder Gas. Weiterhin werden durch das E-Auto keine Arbeitsplätze und Innovatione mehr geschaffen sondern abgebaut. Das Oel, die Kohle, das Gas und das Uran...sind die Energieträger für unser ALLER WOHLSTAND in Deutschland! Wer also eine CO2 freie Gesellschaft will und diese Energieträger für die deutsche Gesellschaft per Grün-Sozialistische Merkel Gesetzgebung verbieten will, der wird keinen Wohlstand und Fortschritt ernten sondern Mangel und Armut!

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