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Nigeria Bilfinger Berger verringert Beteiligungen

Bilfinger Berger überprüft sein Geschäftsmodell in Nigeria und senkt seine Beteiligungen zunächst auf 40 Prozent. Das Unternehmen steht im Verdacht, über Jahre Aufträge mit Bestechungsgeld erkauft haben.
29.09.2011 - 20:32 Uhr Kommentieren
Bilfinger Berger überprüft sein Geschäftsmodell in Nigeria. Quelle: dapd

Bilfinger Berger überprüft sein Geschäftsmodell in Nigeria.

(Foto: dapd)

Mannheim Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger hat einen ersten Schritt zur Verringerung seiner Beteiligungen in Nigeria gemacht. Die Bilfinger-Minderheitsbeteiligung Julius Berger Nigeria (JBN) wolle das Engineering- und Dienstleistungsgeschäft der Bilfinger Berger Nigeria GmbH in Wiesbaden erwerben, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Das derzeitige Leistungsvolumen dieser Geschäftsbereiche liege bei gut 350 Millionen Euro. Der Konzern hatte bereits angekündigt, sein Geschäftsmodell in Nigeria zu überprüfen.

Die Bilfinger-Beteiligung soll in einem ersten Schritt auf 40 Prozent gesenkt werden, wie es hieß. Eine weitere Verringerung sei beabsichtigt.

Arbeitsplätze sollen den Angaben zufolge dabei nicht abgebaut werden. Die Verhandlungen über die konkrete Ausgestaltung des Verkaufs befänden sich in einem frühen Stadium.

Darüber hinaus solle die Beteiligung von Bilfinger Berger an JBN - wie bereits angekündigt - von 49 Prozent auf unter 40 Prozent gesenkt werden. Hierzu würden derzeit Gespräche mit Investoren geführt. Mit dem Abschluss beider Transaktionen sei nicht im laufenden Geschäftsjahr zu rechnen, hieß es. Behörden in Frankfurt am Main und Washington ermitteln wegen Bestechung gegen sechs deutsche Mitarbeiter der nigerianischen Tochterfirma Julius Berger Nigeria. Das Unternehmen soll über Jahre hinweg systematisch Aufträge mit Bestechungsgeld erkauft haben.

  • dpa
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