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Nissan Produktionsverlagerung ins Ausland möglich

Autobauer Nissan steht vor einem Dilemma: Mindestens eine Million Fahrzeuge wollen die Japaner in der Heimat produzieren. Zeitgleich werden Exporte durch den starken Yen unrentabler. Konzernchef Ghosn hat aber eine Idee.
22.06.2012 - 12:41 Uhr Kommentieren
Nissan-Chef Carlos Ghosn zeigt, wohin sich der Konzern entwickeln soll. Quelle: dapd

Nissan-Chef Carlos Ghosn zeigt, wohin sich der Konzern entwickeln soll.

(Foto: dapd)

Tokio Der japanische Autobauer Nissan hält sich eine weitere Produktionsverlagerung ins Ausland offen. Der Umfang der Fertigung in Japan sei abhängig von der Entwicklung des Yen, sagte Konzernchef Carlos Ghosn am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters in Tokio. Nissan wolle weiterhin mindestens eine Million Fahrzeuge in der Heimat herstellen. Allerdings könne sich dies ändern, wenn der Yen auf dem derzeit „unglaublich“ hohen Niveau bleibe.

Nissan fährt wie auch seine heimischen Rivalen Toyota und Honda die Produktion in Japan zurück, weil die starke Landeswährung die Exporte verteuert. Jüngst hatte der Konzern angekündigt, seine Fabrik in Oppama zu schließen. Damit kann Nissan in Japan maximal noch 1,16 Millionen Fahrzeuge jährlich bauen.

Jüngsten Gerüchten über Amtsmüdigkeit trat Ghosn entgegen. Der in Brasilien geborene Franzose, der auch den Nissan-Partner Renault leitet, versicherte, er sei motiviert, wolle das Unternehmen weiter führen und besitze das Vertrauen der Aktionäre. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, der 58-Jährige erwäge zurückzutreten, bevor Nissan in rund fünf Jahren turnusgemäß die neue mittelfristige Konzernstrategie startet. Nun betonte Ghosn, er stehe bereit, sich auch 2015 für weitere zwei Jahre wählen zu lassen. Er leitet Nissan seit 2001.

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