Nokia-Kartendienst Deutsche Autobauer kaufen angeblich „Here“

BMW, Daimler und Audi auf Shoppingtour: Einem Insiderbericht zufolge wollen deutsche Autobauer den Kartendienst „Here“ kaufen. Das Nokia-Navigationssystem ist kein Schnäppchen. Das Geschäft soll in die Milliarden gehen.
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Ein Mann bedient das Navigationsgerät seines Autos: „Here“ wird in Europa in vier von fünf Autos genutzt. Quelle: dpa
Navigation im Auto

Ein Mann bedient das Navigationsgerät seines Autos: „Here“ wird in Europa in vier von fünf Autos genutzt.

(Foto: dpa)

FrankfurtBMW, Daimler und Audi kaufen Insidern zufolge der finnischen Nokia den für Navigation wichtigen Kartendienst „Here“ von Nokia ab. Das Konsortium der drei Premiumbauer übernehme die Sparte für etwa 2,9 Milliarden Euro, sagte eine mit der Sache vertrauter Person am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters.

Daimler wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Bei BMW, Audi und Nokia war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Die Verhandlungen waren im Mai bekannt geworden, nachdem Nokia seine Verkaufsabsichten signalisiert hatte.

Neben den deutschen Autobauern hatten auch chinesische Internetkonzerne und der US-Fahrdienstanbieter Uber für den Kartendienst geboten.

So könnten wir uns morgen bewegen
Platz 8 - Ein Drache für den Frachter
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In ihrem Buch „Wie wir uns morgen bewegen werden“ zeigen Christoph Markmann, Bernadette Förster und Heiko von der Gracht 88 Innovationen der Mobilität. Handelsblatt Online präsentiert acht besonders interessante Projekte.

Früher segelten die Schiffe mit dem Wind, ein Drache soll nun auch modernen Frachtern beim Spritsparen helfen. Das „Sky Sail“ soll automatisch ausgerichtet werden und so zwischen 10 und 30 Prozent des Treibstoffverbrauchs einsparen. Die Krise der Reedereien hat auch auch die Erfinder in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Zieht der Welthandel an, könnte diese Innovation dennoch wieder gefragt sein.

Erhältlich ist das Buch beim Finanzbuchverlag (19,99 Euro, ISBN 978-3-86881-595-5).

Platz 7 - Der Parkhausroboter
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Sieht aus wie ein normales Parkhaus, ist aber revolutionär. Hinter den Mauern dieses Forschungsprojektes des Fraunhofer-Instituts arbeitet ein Parkhausroboter, der gleich mehrere Herausforderungen der Mobilität lösen soll.

Platz 7 - der Parkplatzroboter
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Neu an diesem Konzept ist der Kombinutzen für die Logistik: Dem Parkhausroboter ist es egal, ob er ein Auto oder eine Palette vollautomatisch vom Eingang weg zum Lagerplatz befördert. Er macht beides zentralgesteuert - und schafft damit auch stadtnahe Lagerfläche. Auf Wunsch kann der Roboter gleich noch den Akku von Elektroautos lagern.

Platz 6 - Hausgemachter Diesel
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Warum Biokraftstoff aus Südamerika importieren, wenn man ihn im eigenen Garten produzieren kann? Schon heute lässt sich Biosprit aus Algen produzieren, bisher sind die Anlagen aber noch zu groß. Aber möglicherweise könnten die Algentanks bald schon im Auto eingebaut sein - und dort direkt frischen Sprit produzieren. Auch Bill Gates engagiert sich. Er hat einen zweistelligen Millionenbetrag in ein Start-up gesteckt, das eine Technologie entwickelt, mit der man im großen Stil Biosprit aus Algen gewinnen kann.

Platz 5 - Der Zug auf der Straße
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Der Zug auf der Straße ist längst mehr als eine Zukunftsvision. Das Navigationssystem von Pkw oder Lkw ermittelt Nähe, Tempo und Richtung einer vernetzten Kolonne und klinkt das Fahrzeug dort ein. Dann übergibt das On-Board-System die Kontrolle über das Fahrzeug an den Kolonnenführer und sein Leitsystem. Diese koordinierten Kolonnen könnten so Staus und Auffahrunfälle in Zukunft vermeiden.

Platz 4 - Das Faltauto
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Ein Klapprad kennt jeder - doch die Stadtautos der nächsten Generation könnten ebenfalls faltbar sein. Das CityCar lässt sich ineinanderschieben und kann durch zwei Lenkachsen eine 180-Grad-Wende hinlegen. Entwickelt wurde das Faltauto vom Smart Cities Project des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gemeinsam mit General Motors.

Platz 3 - Luft im Tank
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Eine Luftnummer mit Zukunft: Statt Benzin tankt diese Knutschkugel namens Airpord Druckluft und fährt damit 100 Kilometer weit - und deutlich günstiger als mit Benzin. Und das völlig ohne Akku, allerdings auch nicht besonders schnell. Der Airpod ist daher eher als Stadtauto geeignet. Der indische Autohersteller Tata hat sich die Technologie gesichert - und testet erste Modelle auf dem indischen Markt.

Audi, BMW und Daimler haben sich zusammengetan, um die Kontrolle über die Schlüsseltechnologie für Navigation, Assistenzsysteme und das autonome Fahren zu sichern. Sie fürchteten, sonst von einem Internetkonzern wie Google abhängig zu werden. „Here“ wird in Europa in vier von fünf Autos genutzt.

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