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Norbert Steiner K+S: „Die Grenzen nach oben kennt keiner“

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Welche Rolle spielen Akquisitionen für ihre Expansionspläne?

Wir haben ja unser Portfolio um Stickstoffdüngemittel ergänzt und im Bereich Salz einige Aktivitäten zugekauft. Weitere Möglichkeiten werden wir uns sicherlich auch künftig anschauen. Im Kali-Geschäft besteht bereits eine oligopolartige Anbieterstruktur. Größere Übernahmen dürften auf kartellrechtliche Probleme stoßen. Zudem sind bei Förderung und Produktion nur überschaubare Synergieeffekte zu realisieren. Wie gesagt: Wir halten die Augen offen.

Auf der anderen Seite könnte K+S selbst zum Übernahme-Objekt werden, etwa für große Rohstoff-Konzerne oder andere Investoren. Immerhin werden sie relativ zum Gewinn niedriger bewertet als manche Dax-Unternehmen, und Ihre beiden größten Aktionäre halten jeweils nur zehn Prozent.

Das kann man nie völlig ausschließen. Sicherlich sind wir attraktiv. Aber wir sind in dieser Hinsicht nicht nervös. Wir arbeiten daran, das Geschäft so gut wie möglich weiter zu entwickeln, und sind immer offen für Investoren, die von dem Kurs der K+S-Gruppe überzeugt sind. Viele große Fonds waren bei uns schon über Jahremit zum Teil großen Positionen engagiert und haben unsere Strategie stets mitgetragen.

Sie sind also zuversichtlich, dass K+S den Dax langfristig bereichern wird?

Davon gehen wir aus. Wir werden zwar nicht ganz vorne bei den Schwergewichten mitspielen können, wollen aber - wenn es denn zur Aufnahme in den Dax kommt - sicherlich eine solide Position einnehmen. Vor allem hoffen wir, dass mit einem Rohstoff-Konzern wie K+S wieder etwas mehr wahrgenommen wird, was wir in den letzten Jahren in Deutschland schon fast vergessen haben: dass wir industrielle Kerne erhalten und pflegen müssen. Auch die Rohstoff-Förderung in Deutschland hat eine Zukunft, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Ich würde mich freuen, wenn dies durch unseren Aufstieg in den Dax - sollte er denn kommen - wieder stärker ins Bewusstsein gerückt werden würde.

Etwa auch mit Blick auf die Debatten um künftige Salzeinleitung in die Werra?

Solche Fragen sind für die langfristige Zukunft des Kalibergbaus in Deutschland entscheidend. Wir sind zuversichtlich, dass wir für die Abwasser-Entsorgung unserer Produktion im Fulda-Werra-Gebiet noch umweltverträglichere Lösungen finden werden, die gleichzeitig die Sicherung gesunder wirtschaftlicher Strukturen im Auge behalten.

Zur Person: Norbert Steiner

Seit dem 1. Juli 2007 ist Norbert Steiner Vorstandsvorsitzer der K+S Aktiengesellschaft. Der 1954 im westfälischen Siegen geborene Manager ist studierter Jurist, der nach seinem Referendariat seine Berufstätigkeit 1983 in der Zentralabteilung Steuern und Zölle bei BASF aufnahm.

1993 wechselte er zur K+S Aktiengesellschaft und wurde dort Leiter des Bereichs Recht, Steuern und Versicherungen. Im Mai 2000 wurde er Mitglied des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft, im Januar 2006 stellvertretender Vorsitzender des Vorstands.

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