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Northrop Grumman baut US-Tarnkappenflugzeug Der Bomber der Nation

Mit der B-52 bombardierten die USA einst den Vietcong. Noch immer ist der Bomber im Einsatz. Ein neues Tarnkappenflugzeug soll ihn bald ersetzen. Bei der Milliarden-Ausschreibung gibt es einen überraschenden Gewinner.
28.10.2015 - 12:06 Uhr
Der Rüstungskonzern ist der große Gewinner einer Ausschreibung des US-Militärs. Quelle: ap
B-2-Bomber von Northrop Grumman

Der Rüstungskonzern ist der große Gewinner einer Ausschreibung des US-Militärs.

(Foto: ap)

Washington Überraschende Entscheidung für einen Außenseiter: Der neue Langstreckenbomber für die Luftwaffe der USA ist in einer Ausschreibung des Pentagon überraschend an Northrop Grumman vergeben worden. Der Rüstungskonzern stach damit ein Bündnis aus den beiden größeren Rivalen Lockheed Martin und Boeing in der Ausschreibung im Umfang von bis zu 80 Milliarden Dollar aus. Das teilte das US-Verteidigungsministerium in Washington am Dienstag (Ortszeit) mit.

Northrop hatte zuletzt in den achtziger Jahren mit dem spektakulären Tarnkappenbomber B-2 einen vergleichbar schweren Auftrag von der Regierung erhalten. Seither wurde das Unternehmen bei vergleichbaren Ausschreibungen nicht mehr berücksichtigt. Für Northrop ist die Vergabe ein echter Glückfalls: Der Rüstungskonzern sicherte sich damit die eigene Finanzierung durch Regierungsaufträge bis weit in das kommende Jahrzehnt hinein.

Der neue Langstreckenbomber unterliegt trotz langjähriger Planung weiterhin einer strengen Geheimhaltung. Es soll das erste neue derartige Flugzeug des US-Militärs seit den Jahren des Kalten Krieges werden. Schon jetzt gilt das Rüstungsprojekt als eines der teuersten des kommenden Jahrzehnts. 100 Maschinen sollen gebaut werden. Laut dem Ministerium soll jedes Flugzeug 564 Millionen Dollar (512 Millionen Euro) kosten.

„Es ist wie bei David und Goliath“, stellt der Luftfahrt-Analyst Richard Aboulafia vom Branchenberater Teal fest. Für Lockheed Martin sei das Ergebnis enttäuschend und für Boeing „ziemlich unglücklich“. Northrop Grumman hingegen sei der große Gewinner. Durch den Auftrag werde das US-Unternehmen einer umfassenden Transformation unterzogen: Mit dem Zuschlag werde der Rüstungskonzern von einer losen Sammlung operativer Unternehmensteile zu einem der wichtigsten militärischen Zulieferer der USA mit einem starken Kerngeschäft.

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    Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
    Platz 10: L-3 Communications
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    Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

    Quelle: SIPRI Arms Industry Database

    (Foto: Screenshot Youtube)
    Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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    Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

    (Foto: AFP)
    Platz 8: United Technologies (USA)
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    US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

    (Foto: Reuters)
    Platz 7: Airbus Group (Europa)
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    Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

    (Foto: dapd)
    Platz 6: General Dynamics (USA)
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    Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

    (Foto: dapd)
    Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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    Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

    (Foto: ap)
    Platz 4: Raytheon (USA)
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    Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

    (Foto: dpa)

    Die Botschaft kam auch an der Wall Street an: Aktien von Northrop Grumman legten im nachbörslichen Handel in New York zu einem Steigflug an und gewannen mehr als sechs Prozent. Titel von Boeing und Lockheed gaben jeweils knapp zwei Prozent nach.

    Der neu entwickelte Langstreckenbomber soll Regierungsangaben zufolge Mitte des kommenden Jahrzehnts in Dienst gestellt werden und bei der US-Luftwaffe zum Einsatz kommen. Dort soll er die fast 40 Jahre Jahre alte Vorgängerin B-1 und die noch älteren B-52 aus der Ära von US-Präsident Dwight D. Eisenhower ablösen.

    Was der neue Bomber können muss
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