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Notizbuchhersteller Moleskine will an die Börse

Der Hersteller des berühmten schwarzen Notizbuches strebt an die Börse. Entgegen dem allgemeinen Image hat das Unternehmen mit der Manufaktur, die bereits Kladden für van Gogh und Hemingway herstellte, nur wenig gemein.
01.10.2012 - 14:49 Uhr Kommentieren
Notizbücher von Moleskine. Quelle: Moleskine

Notizbücher von Moleskine.

(Foto: Moleskine)

Mailand/Düsseldorf Unverwechselbar ist es, das kleine Notizbuch: Abgerundete schwarze Ecken, helle, aber nicht strahlend weiße Seiten und ein schwarzes Elastikband, das das Heft auch in einer vollen Handtasche zusammenhält. Moleskine hat sich in den vergangenen Jahren zum steten Begleiter vieler Kreativer oder Möchtegern-Kreativer gemausert. Auch in Zeiten der Tablets und Smartphones setzt das manuelle kleine Buch seinen Siegeszug fort – und will demnächst sogar an die Börse.

Das Unternehmen hat nun offiziell den IPO an der Börse von Mailand beantragt. Damit könnten die Aktien schon eher als geplant im November an den Markt kommen.

Hinter dem Unternehmen stecken findige Italiener und Finanzinvestoren, die aus einer Legende Kapital schlagen. Denn Moleskine ist keineswegs mehr der Traditionshersteller, den wohl die meisten seiner Fans dahinter vermuten. Moleskine wirbt damit, dass seine kleinen Zettelsammlungen bereits von Kunst- und Literaturgrößen wie Vincent van Gogh, Pablo Picasso und Ernest Hemingway genutzt wurden. Dabei hat das Unternehmen nur noch wenig gemein mit der französischen Manufaktur, die ursprünglich einmal die Bücher anfertigte.

Denn diese Firma gibt es schon lange nicht mehr. Moleskine drückt sich daher auch geschickt aus und sagt nur, dass die Mailänder Firma Modo & Modo „Moleskine“ 1997 als Marke eintragen hat und das Notizbuch somit "zurückgebracht" hat.

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