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Novartis Gewinneinbruch beim Pharmariesen

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis verdiente im zweiten Quartal ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um fünf Prozent. Man sehe sich trotzdem auf Kurs zu seinen Jahreszielen, heißt es aus Basel.
21.07.2015 Update: 21.07.2015 - 12:16 Uhr Kommentieren
Unterm Strich verdiente Novartis im zweiten Quartal 1,86 Milliarden Dollar – das ist nahezu ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor. Quelle: ap
Novartis

Unterm Strich verdiente Novartis im zweiten Quartal 1,86 Milliarden Dollar – das ist nahezu ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor.

(Foto: ap)

Zürich Der starke Dollar und die schwächelnde Augenheil-Sparte Alcon haben dem Schweizer Pharmakonzern Novartis das zweite Quartal verhagelt. Nach einem Gewinneinbruch um ein Drittel auf knapp 1,9 Milliarden Dollar blieb die von manchen Analysten und Anlegern erhoffte Anhebung der Jahresprognose aus.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Prioritäten in diesem Jahr erfüllen werden und bestätigen unsere Prognose für das Gesamtjahr“, sagte Novartis-Chef Joseph Jimenez am Dienstag. Schub verspricht er sich vom neuen Herzmedikament Entresto sowie dem Geschäft mit Nachahmermedikamenten. Anleger reagierten enttäuscht: Mit einem Minus von 2,4 Prozent gehörte die Novartis-Aktie zu den größten Verlierern unter den europäischen Gesundheitswerten.

Der Umsatz des Arzneimittelherstellers sank gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Die Stärke der Konzernwährung hat die Zuwächse in Yen, Euro und anderen Währungen mehr als aufgefressen. Wechselkurseffekte herausgerechnet ergab sich ein Umsatzplus von sechs Prozent.

Der Umsatz der größten Sparte mit verschreibungspflichtigen Arzneien wuchs unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen um sechs Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Die kräftig anziehenden Verkäufe neuerer Medikamente halfen, Einbußen bei wichtigen Mitteln wie dem Blutdrucksenker Diovan infolge billigerer Generika-Konkurrenz wettzumachen.

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    Schub kam auch von der Konzerntochter Sandoz. Das Geschäft mit Generika wächst auch dank der Markteinführung des Multiple-Sklerose-Medikaments von Glatopa, einer Nachahmerversion der umsatzstärksten Teva-Arznei Copaxone, deutlich stärker als angenommen. Novartis-Chef Jimenez zeigt sich überzeugt vom Potenzial der sogenannten Biosimilars. Er traut den nachgebauten Biotech-Produkten in den nächsten Jahren Wachstumsraten von 20 bis 30 Prozent zu.

    Hoffnungsträger Entresto
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