Novartis und Roche Pharmakonzern will Milliarden-Beteiligung verkaufen

Vor einigen Jahren hat Novartis 33,3 Prozent der Roche-Aktie aufgekauft. Die Schweizer wollten den Lokalrivalen so zum Schulterschluss zwingen – doch kam es nie zu einer Fusion. Nun wollen sie die Beteiligung verkaufen.
Die Firmenzentralen von Novartis und Roche liegen nur ein paar Hundert Meter voneinander entfernt. Quelle: AP
Basel von oben

Die Firmenzentralen von Novartis und Roche liegen nur ein paar Hundert Meter voneinander entfernt.

(Foto: AP)

FrankfurtDer Schweizer Pharmakonzern Novartis will laut einem Pressebericht seine milliardenschwere Beteiligung an Roche verkaufen. Novartis stehe bereits in Kontakt mit Banken, schreibt die „Sonntagszeitung“ unter Berufung auf Verwaltungsrats- und Bankenkreise. Ein Novartis-Sprecher wollte zu dem Bericht keine Stellungnahme abgeben.

In der Hoffnung, Roche zu einem Schulterschluss zwingen zu können, hatte Novartis vor einigen Jahren 33,3 Prozent der Roche-Aktien aufkaufen lassen – allerdings kam es nie zu einer Fusion. Nun wolle der Konzern für das Paket, das auf dem gegenwärtigen Kursniveau rund 13,5 Milliarden Franken (12,3 Milliarden Euro) wert ist, zügig eine Lösung finden.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

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