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Nutzfahrzeughersteller CNH spaltet Iveco-Lkw-Sparte ab

Der deutsche CEO Hubertus Mühlhäuser ebnet den Weg für Zusammenschlüsse in den einzelnen Sparten und investiert in Brennstoffzellen für Lkws.
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Der CNH-Konzern ist im harten Wettbewerb mit Branchengrößen wie Daimler, Volvo, Scania und MAN. Quelle: Iveco
LKW von Iveco

Der CNH-Konzern ist im harten Wettbewerb mit Branchengrößen wie Daimler, Volvo, Scania und MAN.

(Foto: Iveco)

New York Ein Jahr nach seinem Amtsantritt baut der deutsche Vorstandsvorsitzende Hubertus Mühlhäuser den italo-amerikanischen CNH-Konzern komplett um: Er trennt das Geschäft der Lkws und Busse rund um Iveco komplett von dem der Land- und Baumaschinen. Damit ebnet Mühlhäuser auch den Weg für künftige Zusammenschlüsse.

CNH gehörte einst zum Fiat-Chrysler-Konzern. Noch unter Sergio Marchionne hatte der Konzern das stark in den USA verwurzelte Unternehmen abgespalten und einzeln an die Börsen in Mailand und New York gebracht. Dabei blieb die Fiat-Gründerfamilie der Agnellis mit ihrer Exor-Holding auch bei CNH Großaktionär.

Nun soll sich CNH weiter aufspalten und das Geschäft auf der Straße rund um Iveco von dem mit Land- und Baumaschinen trennen. Das soll nach den Worten des CEOs auch zukünftige Zusammenschlüsse ermöglichen. „Indem wir von einem stärkeren Fokus des Managements profitieren, werden die zwei Unternehmen ihre Innovation beschleunigen, flinker im strategischen Denken sein und sich aktiv bei der Konsolidierung beteiligen können“, sagte Mühlhäuser in New York über die für 2021 geplante Aufspaltung.

Tatsächlich spielt CNH derzeit auf zwei getrennten Feldern: Bei den Landmaschinen konkurriert CNH mit Caterpillar, Deer oder auch der deutschen Jungheinrich. Bei den Lkws und Bussen von Iveco und Heuliez steht CNH dagegen im Wettbewerb mit Daimler, Volvo und den Volkswagen-Marken Scania und MAN. Zudem wirft das Landmaschinengeschäft, das rund die Hälfte des Umsatzes von knapp 30 Milliarden Dollar generiert, deutlich mehr Marge ab. Iveco kann sich dagegen schwerer gegen die starke Konkurrenz behaupten und wurde schon als möglicher Übernahmekandidat gehandelt.

John Elkann, der Chef der Familienholding Exor und Präsident von Fiat Chrysler (FCA), begrüßte die geplante Aufspaltung von CNH: „Als größter Aktionär unterstützt Exor diesen ehrgeizigen Plan, um das volle Potenzial des Unternehmens zugunsten aller Stakeholder zu realisieren“, ließ er wissen.

Nach dem neuen Geschäftsplan, den Mühlhäuser am Montag an der New Yorker Börse Investoren vorstellte, soll CNH den Umsatz in den kommenden fünf Jahren jährlich um fünf Prozent steigern. Insgesamt werden die verschiedenen Sparten und Unternehmen in dem Zeitraum 13 Milliarden Dollar investieren.

Am Montag kündigte CNH bereits an, 250 Millionen Dollar in das US-Unternehmen Nikola in Phoenix zu investieren, das sich auf Brennstoffzellen für Lkws konzentriert. Im Bereich der Landmaschinen dagegen übernimmt CNH das Softwareunternehmen AgDNA, das sich auf IT-Lösungen für Farmer spezialisiert hat. Auch nach der Abspaltung sollen die beiden Unternehmen – nach dem Vorbild von FCA – den rechtlichen Sitz in Amsterdam und den steuerlichen Sitz in Großbritannien behalten.

Mehr: Hubertus Mühlhäuser führt künftig den zweitgrößten Landmaschinenhersteller der Welt. Und fordert nun seinen einstigen Chef und Mentor Martin Richenhagen heraus.

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