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Obama soll Insolvenz verkünden Fiat und Chrysler offenbar kurz vor Allianz

Die Gerüchteküche rund um die Autobauer Chrysler und Fiat brodelt: Reuters will aus Unternehmenskreisen erfahren haben, dass die geplante Allianz bereits am Donnerstag unter Dach und Fach gebracht wird. Bloomberg berichtet, am selben Tag leite US-Präsident Obama die Insolvenz von Chrysler nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts ein, um die Allianz zu besiegeln.
Chrysler-Unternehmenszentrale in Auburn Hills (US-Bundesstaat Michigan). Die ehemalige Daimler-Tochter steht offenbar kurz vor einer Übernahme durch den italienischen Autohersteller Fiat. Quelle: ap

Chrysler-Unternehmenszentrale in Auburn Hills (US-Bundesstaat Michigan). Die ehemalige Daimler-Tochter steht offenbar kurz vor einer Übernahme durch den italienischen Autohersteller Fiat.

(Foto: ap)

HB DETROIT. Die geplante Zusammenarbeit sei ein Kernelement des Sanierungsplans, der bei Bedarf auch einem Insolvenzgericht vorgelegt würde, sagte eine über die Vorbereitungen informierte Person am Mittwochabend der Nachrichtenagentur Reuters. Eine andere Person aus dem Verhandlungsumfeld sagte: "Chrysler wird überleben und nicht abgewickelt." Ob der Konzern sich unter Gläubigerschutz saniere oder nicht, sei aber noch offen.

Laut Bloomberg will US-Präsident Barack Obama ebenfalls am Donnerstag die Insolvenz des notleidenden US-Autobauers bekanntgeben. Das Verfahren nach Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechts solle für das krisengeschüttelte Unternehmen den Weg zu einer Allianz mit Fiat freimachen, meldete die Wirtschaftsagentur am Mittwoch unter Berufung auf informierte Kreise. Zunächst habe die US-Regierung noch an der Lösung einer Reihe von Fragen gearbeitet, hieß es.

Für Chrysler läuft in der Nacht zum Freitag eine letzte von US- Präsident Obama gesetzte Frist ab. Bis dahin müsse der Hersteller einen tragfähigen Sanierungsplan vorlegen und die Fiat-Allianz unter Dach und Fach bringen. Die US-Regierung hat Chrysler bis Donnerstag Zeit für ein neues Sanierungskonzept gegeben, von dem sie weitere Hilfen für die ehemalige Daimler-Tochter abhängig macht. Unter anderem fordert sie von Chrysler ein Bündnis mit Fiat und massive Kostensenkungen. Ein US-Regierungssprecher sagte, die Verhandlungen über Chryslers Zukunft könnten bis zum Ablauf der Frist um 23.59 Uhr (US-Ostenküstenzeit) dauern.

Kapitel elf des US-Insolvenzrechts ermöglicht angeschlagenen und hoch verschuldeten Unternehmen, unter Gläubigerschutz und strikter Aufsicht des Insolvenzrichters weiterzuarbeiten und sich zu sanieren.

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