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Offerte von Monsanto Syngenta erteilt Übernahme erneut Abfuhr

Syngenta-Verwaltungsratspräsident Demare hat erneut die Offerte des Saatgutherstellers Monsanto zurückgewiesen. Doch der US-Konzern lässt nicht locker. Nun sucht der Agrochemie-Hersteller den Rückhalt seiner Aktionäre.
23.06.2015 - 13:17 Uhr Kommentieren
Mitte April hatte Monsanto den dritten Anlauf innerhalb von vier Jahren zur Übernahme von Syngenta gemacht und einen Preis von 45 Milliarden Dollar geboten. Quelle: Reuters
Begehrtes Übernahmeziel

Mitte April hatte Monsanto den dritten Anlauf innerhalb von vier Jahren zur Übernahme von Syngenta gemacht und einen Preis von 45 Milliarden Dollar geboten.

(Foto: Reuters)

Zürich/Frankfurt Im Abwehrkampf gegen die milliardenschwere Übernahmeofferte von Monsanto sucht der Agrochemiekonzern Syngenta den Rückhalt seiner Aktionäre. Das Schweizer Unternehmen werde in den nächsten Tagen Feedback von seinen größten Anteilseignern zu dem Angebot einholen, sagte ein Firmensprecher.

Syngenta-Verwaltungsratspräsident Michel Demare wandte sich am Dienstag in einer Videobotschaft an die Aktionäre und wies die Offerte des US-Saatgutherstellers Monsanto erneut zurück: „Wir sind einstimmig zum Schluss gekommen, dass der Vorschlag den Aussichten von Syngenta zu wenig Rechnung trägt“, sagte Demare in dem auf YouTube veröffentlichten Video. Unter den gegenwärtigen Bedingungen wäre es von Seiten des Verwaltungsrats „total verantwortungslos“, sich auf Verhandlungen mit Monsanto einzulassen.

Syngenta reagiert mit dem Vorstoß auf Kritik der eigenen Aktionäre. Profi-Investoren störten sich daran, dass die Basler sich in den vergangenen Tagen weigerten, die Offerte mit ihnen zu besprechen. Mitte April hatte Monsanto den dritten Anlauf innerhalb von vier Jahren zur Übernahme von Syngenta gemacht und einen Preis von 45 Milliarden Dollar geboten. Zuletzt hatten die Amerikaner eine zusätzliche Gebühr von zwei Milliarden in Aussicht gestellt, sollte eine Übernahme am Widerstand der Kartellbehörden scheitern.

Eine Erhöhung seiner Offerte hat der US-Konzern ohne Einblick in die Syngenta-Bücher ausgeschlossen, wie Reuters von einem Insider erfuhr. Die sechs größten Eigner von Syngenta sind US-Fonds, danach folgen der norwegische Staatsfonds und die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse. Monsanto will 449 Franken je Aktie zahlen – derzeit notieren Syngenta-Papiere bei 405 Franken.

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