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Offshore-Zulieferer Siag Nordseewerke melden Insolvenz an

Die Siag Nordseewerke haben Insolvenz angemeldet. Betroffen davon sind rund 700 Mitarbeiter. Der Betriebsratsvorsitzende des Unternehmens machte der niedersächsischen Landesregierung und der NordLB Vorwürfe.
17.10.2012 Update: 17.10.2012 - 20:01 Uhr 4 Kommentare
Blick über das Werftgelände der SIAG Nordseewerke in Emden. Quelle: dpa

Blick über das Werftgelände der SIAG Nordseewerke in Emden.

(Foto: dpa)

Emden/Hannover Der angeschlagene ostfriesische Offshore-Zulieferer Siag Nordseewerke hat Insolvenz angemeldet. Betroffen davon sind rund 700 Mitarbeiter. Die Chancen auf eine Sicherung des Geschäftsbetriebs und möglichst vieler Arbeitsplätze sollten genutzt werden, erklärte die Geschäftsführung am Mittwoch. Sie sei zudem mit ausgewählten Investoren „in konstruktiven Gesprächen“.

Die Siag Nordseewerke stellen Fundamente für Windkraftanlagen her. 2010 hatte das Unternehmen Siag Schaaf Industrie AG aus dem rheinland-pfälzischen Dernbach die frühere traditionsreiche Schiffswerft von ThyssenKrupp übernommen.

Seitdem wurde das Emder Unternehmen zu einem Windkraft-Zulieferer umgebaut. Nun fehlen Folgeaufträge, weil der Boom der Offshore-Branche insgesamt ins Stocken gerät, da es Schwierigkeiten bei der Anbindung der Windparks auf hoher See an das Netz an Land gibt.

Insolvenzverwalter wird der Sanierungsexperte Jan Markus Plathner der Frankfurter Anwaltskanzlei Brinkmann & Partner. Ungeachtet des Insolvenzantrags beim Amtsgericht Aurich soll es am Freitag ein erneutes Krisengespräch in Hannover geben, um in eine geordnete Insolvenz zu gehen, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums.

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    Drei Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen löste die Hiobsbotschaft für Emden einen Schlagabtausch zwischen Regierung und Oppositionsparteien im Landtag aus. Diese wiesen die Schuld der CDU/FDP-Regierung zu. Die Liberalen warfen SPD und Grünen dagegen vor, dass ihnen die Insolvenz für den Wahlkampf gerade recht käme.

    Am Montag sah es noch weniger dramatisch aus
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    4 Kommentare zu "Offshore-Zulieferer: Siag Nordseewerke melden Insolvenz an"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Sehr teuer in der Erstellung der Anlagen und extrem teuer in der Wartung."
      Kostenintensiver als Service und Wartung im AKW Bereich? Vom Rückbau einer Kernenergieanlage mal abgesehen!

      "Die sauberste und sicherste Energiegewinnung kommt immer noch von AKWs. Warum wird wohl weltweit in AKWs investiert?"
      Was passiert mit der Entsorgung des Atommülls, sowie die Risiken, die ein größerer Störfall birgt? Zudem steht nicht jedem Land Sonne und Wind in ausreichender Form für die Energiegewinnung zur Verfügung. Da ist die Kernenergie als lageunabhängiger Energieerzeuger im Vorteil.

      PS: Haben Sie vielleicht einmal daran gedacht wie der Preis vom Atomstrom aussieht, wenn man die gesamte Entsorgung sowie vorhanden Risiken mit einbeziehen würde?
      Wohl eher nicht, wenn man Ihre Ausführungen liest!

      Sorry, aber bitte nochmal nachdenken!

      mfg

    • Diese Form der Energiegewinnung ist nach Solar die schlechteste. Sehr teuer in der Erstellung der Anlagen und extrem teuer in der Wartung.
      Zudem fehlt die Anbindung in den Süden. Dort wird nämlich das Geld verdient, um so einen Unsinn zu subventionieren.
      Spätestens wenn die ersten Stromrechnungen ins Haus kommen, wird sich auch die schweigende Mehrheit zu Wort melden; siehe Stuttgart 21.
      Die sauberste und sicherste Energiegewinnung kommt immer noch von AKWs. Warum wird wohl weltweit in AKWs investiert?
      Es gilt wahrscheinlich das Motto: "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" - das ging schon einmal gewaltig in die Hose und zeugt von einem gewissen Größenwahn.
      Die Wissenschaft wird ausgeschaltet bzw. verfälscht, es zählt nur noch die Ideologie und der Glaube.

    • Lieber HotSix, was hat Ihr Kommnetar bitte mit der Insolvenz der Siag zu tun? Zudem ist die Wartung von Offshore Anlagen nicht kostengünstig, im Gegenteil! Hier hätte die Ökostrombrache von der Öl- und Gasindustrie lernen können, und nicht einfach "Onshore Anlagen" ins Meer stellen. Zudem sollten nicht immer die großen Energiekonzerne verteufelt werden. Die dezentrale Erzeugung verursacht mehr Probleme und höhere Kosten, aber das passt natürlich nicht in das gewünschte Weltbild.

    • Die kostengünstige Wartung von Windkraftanlagen lässt sich auf Dauer nicht verbergen - irgendwann würden sich die Bürger fragen warum der Energiepreis trotzdem jedes Jahr exorbitant ansteigt. Bei der gefährlichen Atomkraft mit den teueren Transporten und Endlagerstätten wagt keiner die Kosten anzuzweifeln.
      Zum Glück haben sich inzwischen viele Menschen informiert und fallen nicht mehr auf die Lügen der Atomenergielobby herein.

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