Oliver Hermes Der Chef des Pumpenbauers Wilo wandert auf den Spuren von Gerhard Schröder

Der Chef des Dortmunder Pumpenbauers wird Vorsitzender von Gerhard Schröders Nah- und Mittelostverein. Damit setzt er den Weg der Firma konsequent fort.
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Wilo-Chef Hermes wandert auf den Spuren von Gerhard Schröder Quelle: Wilo PR
Oliver Hermes

Der deutsche Mittelständler unterhält in Russland ein großes Pumpenwerk.

(Foto: Wilo PR)

DüsseldorfBeim Treffen des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft mit Russlands Präsident Wladimir Putin saß Oliver Hermes Seite an Seite mit Vorständen von Dax-Konzernen wie Siemens, BASF, Linde, SAP oder des Handelsriesen Metro.

Das war im Oktober vorigen Jahres in Putins Schwarzmeer-Residenz in Sotschi. Jetzt wurde der Vorstandsvorsitzende des Dortmunder Pumpenherstellers Wilo zum neuen Chef des Nah- und Mittelostvereins (Numov) gewählt, dessen Ehrenvorsitzender Altkanzler Gerhard Schröder ist.

„Der Numov unterstützt seit 84 Jahren deutsche Unternehmen beim Auf- und Ausbau von Beziehungen im Nahen und Mittleren Osten. Als neuer Vorstandsvorsitzender möchte ich die Chance nutzen, meine Erfahrung und mein Engagement einzubringen“, begründete Hermes seine Kandidatur gegenüber dem Handelsblatt.

Damit setzt Hermes den Weg des Unternehmens konsequent fort: 1872 als Kupfer- und Messingwarenfabrik Louis Opländer Maschinenbau in Dortmund gegründet, hat sich Wilo vom lokalen Spezialisten zum Global Player entwickelt: Standen am Anfang Destillieranlagen im Mittelpunkt, so ist Wilo heute einer der viel gerühmten deutschen Nischen-Weltmarktführer.

Die Dortmunder sind einer der global führenden Hersteller im Bereich Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik sowie Wasserversorgung und Wasserentsorgung. Dabei sind die Staaten des Nahen und Mittleren Ostens wichtige Wachstumstreiber.

Smart Factory bei Moskau

Aber auch in Russland, wo Wilo 2017 für 35 Millionen Euro ein Pumpenwerk in Noginsk bei Moskau eröffnete. Dort entstand Wilos erste Smart Factory, in der alle Produktionsprozesse digital optimiert sind. Von ihrer Mentalität her seien Russen offener für neue Technologien und damit besser auf die Anforderungen der Digitalisierung eingestellt, begründete Hermes den Schritt.

Mit 7.600 Mitarbeitern, davon 2.700 in Deutschland, setzte Wilo 2017 gut 1,4 Milliarden Euro um. 90 Prozent des Unternehmens, das wegen der Marktnähe zu allen Produktionsstandorten in Europa, der guten Infrastruktur und der Menge an guten Fachkräften am Heimatstandort im Ruhrpott gerade eine neue Firmenzentrale baut, liegen weiter in den Händen der Caspar Ludwig Opländer Stiftung.

Hermes ist seit 2006 im Vorstand des Pumpenherstellers. Vorher war der Diplom-Ökonom Partner bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Während Hermes Wilo aktiv als CEO führt, kann er sich beim Numov damit auf die langjährige geschäftsführende Vorständin Helene Rang verlassen.

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