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Online-Kampagne Greenpeace attackiert VW mit dem Laserschwert

Der Fernsehspot mit einem Kind im Darth-Vader-Kostüm war für Volkswagen ein riesiger Marketing-Erfolg - bis jetzt. Denn nun hat Greenpeace zur Rebellion aufgerufen und prangert VW mit den eigenen Werbemitteln an.
28.06.2011 Update: 28.06.2011 - 14:41 Uhr 10 Kommentare

In Wolfsburg dürften sich die VW-Oberen angesichts des Marketing-Erfolgs ihres kleinen Darth Vaders wohl immer noch auf die Schulter klopfen. Bis heute ist der von den berühmten Star-Wars-Filmen inspirierte Werbespot für den neuen Passat, mit dem der Hersteller in den USA zum Megaereignis Superbowl Furore machte, allein auf dem Videoportal Youtube mehr als 40 Millionen Mal angeklickt worden. Doch die Freude über die Geschichte von einem als Star-Wars-Bösewicht verkleideten Kind, das mit Hilfe übersinnlicher Kräfte (und Papas Hilfe) letztlich den Motor eines Passats startet, dürfte für VW bald getrübt werden.

Denn die Umweltschutzorganisation Greenpeace versucht, den deutschen Autobauer mit seinen eigenen Marketing-Waffen zu schlagen. Soll heißen: Greenpeace ruft ganz im Stil der berühmten Star-Wars-Filme zur Rebellion gegen Darth Vader und VW auf, und das mit einem eigenen Videospot, der genau da anfängt, wo Volkswagens Werbetrailer aufhörte. Die Szenen gleichen sich. Wieder steht ein kleiner Junge als Star-Wars-Bösewicht Darth Vader verkleidet vor dem neuen VW-Passat-Modell und lässt die Blinker leuchten. Doch was aussieht, wie der erfolgreiche Werbespot von VW, ist in Wahrheit eine gut gemachte Parodie der Umweltorganisation Greenpeace, die sich in Windeseile im Internet verbreitet.

Täuschend ähnlich und musikalisch unterlegt mit dem gleichen Star-Wars-Soundtrack marschieren als "Rebellen" verkleidete Kinder vor Klein-Vader und den Passat auf und versuchen zu verhindern, dass er den Passat startet - Luke Skywalker genauso wie Prinzessin Lea oder der Wookie Chewbacca. Doch Klein-Vader lässt sich nur kurz beirren - und prompt wird am Himmel ein Todesstern mit dicken VW-Logo sichtbar, der am Ende - so sieht es zumindest aus - mit einem giftgrünen Laserstrahl die Welt zerstört. Film aus, Werbeslogan an: VW gefährdet unseren Planeten mit der Weigerung, den CO2-Ausstoß zu minimieren, so Greenpeace.

Das Video endet mit dem Hinweis auf die Fortsetzung „Episode 2“. Die stellte Greenpeace kurz nach dem ersten Clip ins Netz: Der Todesstern ist jetzt mit einem Greenpeace-Banner geschmückt, Darth Vader ergibt sich und die Jedis und alle Verbündeten fangen an zu tanzen. „Noch ist nicht alles verloren, wir spüren deutlich: Es steckt Gutes in Volkswagen!“, fordert die Umweltschutzorganisation

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    Nein, positiv für VW sind die Filmchen beim besten Willen nicht. Und damit nicht genug. Greenpeace hat sogar eine eigene Webseite mit der schönen Adresse www.vwdarkside.com ins Netz gestellt, auf der zur Rebellion gegen VW aufgerufen wird („Join the rebellion“, nimm an der Rebellion teil) . Sie sollten sich einer Unterschriftenaktion anschließen. Ziel der Kampagne: Veränderungen bei VW bewirken. Mehr als 3.000 Facebook-Nutzern gefällt das, mehr als 11.000 Unterzeichner eines Anti-VW-Manifests wies die Webseite bereits nach wenigen Stunden aus - Tendenz steigend.

    Der niedersächsische Autokonzern sieht sich allerdings zu Unrecht an den medialen Pranger gestellt. „Wir können die Kritik von Greenpeace nicht nachvollziehen“, kritisierte ein Sprecher. Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren den CO2-Ausstoß seiner Fahrzeuge deutlich von durchschnittlich 166 Gramm auf 144 Gramm gesenkt. Dies habe VW auch Greenpeace in einem Gespräch vor zwei Wochen erläutert.

    Aber die Niedersachsen wissen, wie heikel es ist, im Internet offen gegen die Organisation vorzugehen. Der Lebensmittelkonzern Nestle hatte einen PR-Gau bei dem Versuch erlebt, einen Greenpeace-Spot gegen die Verwendung von Palmöl in den Kitkat-Schokoriegeln zu verbieten. Via Twitter und Facebook brach damals eine riesige Protestwelle los, einige riefen gar zum Boykott des Unternehmens auf. Am Ende gab Nestle auf und versprach kein Palmöl mehr zu verwenden.

    • fbr
    • hz
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    Mehr zu: Online-Kampagne - Greenpeace attackiert VW mit dem Laserschwert
    10 Kommentare zu "Online-Kampagne: Greenpeace attackiert VW mit dem Laserschwert"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die ´starke VW-Lastigkeit des Vorstosses von Greenpeace erstaunt. Es bringt auch nicht viel sich ein Unternehmen aus der Branche zu schnappen und vorzuführen. Das Unternehmen der Branche auf möglichst wenig staatl. Auflagen drängen, liegt in der Natur der Sache. Es gibt aber etliche Wettbewerber in den USA, deren Produkte noch regelrechte Säufer sind.
      Sicher wollen die USA endlich die Kfz-Verbräuche reduzieren.
      http://www.salzburg.com/online/rubrikenm%E4rkte/motor/Sparsamere-Autos-kosten-viele-Jobs.html?article=eGMmOI8VeHw8PwEJBh1otCykmI2xjYMZcIw2TuB&img=&text=&mode=&
      Aber es ist wohl auch nicht so dramatisch in der Auswirkung wie der Artikel zu vermitteln versucht. Bis 2025 ist noch eine lange Zeit und bei etlichen Autos, die nicht so viel Kosten, sind auch solche Verbrauchsdaten heute schon möglich.
      Wozu also die ganze Aufregung ? Wozu der Medienwirbel ?

      Vielleicht muss man die USA in der Logik versuchen zu verstehen. Die USA hat wenig Normen - Infrastruktur und angewendete Technologien, die in Deutschland völlig normal sind: Stromkabel in der Erde, modernes Abwassernetz, Waschmaschine in den Wohnungen/Keller, Moderne Hausdämmwerte, Bürgersteige, Fahrradwege, massive nachhaltige Wohnhäuser u.a. sind vielfach veraltet.

      Viel Neues kommt erst durch den Kaufdruck von Konsumenten und weniger von Normen u. Standards. Das Vorpreschen mit Standards u. Forderungen überrascht in den USA. Das Fokusieren auf VW passt einfach nicht hier hinein; es ist unverständlich. Wenn die EU in die USA investieren, werden modernste Werke aufgebaut. Auch hier werden keine Arbeitsplätze aus den USA nach Asien exportiert, sondern in den USA geschaffen.

      Viel Aufregung also um "fast Nichts" ?

    • Ups.. Das Video wurde natürlich nicht "verkauft" sondern "angesehen"...

    • VW trifft es einzig und alleine deshalb, weil man mit dem Darth Vader-Werbespot eine außergewöhnlich erfolgreiche und prominente (Superbowl !) Vorlage geliefert hat.

      Greenpeace geht es in erster Linie um Öffentlichkeit - also setzt man auf ein Video auf, dass zig Mio. mal verkauft wurde. Nachvollziehbare Hintergründe sind sekundär. Dass in den USA ein Ford F150 das ist, was bei uns der Golf ist, und selbst Touarek oder den Amarok von VW Größen- und Verbrauchsmäßig bei Weitem in den Schatten stellt, spielt keine Rolle.

    • Kann man so bescheuert sein? Die Amis sollen froh sein, wenn ihre riesen PickUps nicht mehr auf den Straßen rollen, stattdessen ein VW Passat, der ca. 50 Liter, auf 5 Meter, weniger verbraucht...

      So laecherlich, was Greenpeace da macht...

    • Die besten Hersteller sind immer die, die zahlen!

    • @Revision

      Welches Gehirn, die haben doch nur bunte Knete im Kopf!

    • Entschuldigen Sie "Revision" ,aber Sie brauchen jetzt nicht andere Hersteller für schuldig zu erklären. Greenpeace jedoch sollte sich wirklich um andere Sachen,wie z.B das Walsterben,kümmern und nicht um Dinge,die sie nicht wirklich ändern können bzw. die nicht verzichtbar sind für die Gesellschaft des 21. Jahrhundert.

    • moecht mal wissen wer wirklich dahinter steckt!
      Warum nicht GM/Opel, Ford oder Toyota. Der riesige Ford F150 ist noch immer der groesste Verkaufsschlager des Konzerns. Genauso steht es mit GM.
      Der CO2 Ausstoss jeden verkauften Fahrzeug ist bei Ford und GM wesentlich hoeher als beim VW Konzern.
      Die GreenPeace Traeumer sollten mal ihr Gehirn einschalten!!

    • Wenn VW ein besonderer CO2-Sünder ist - OK.
      Wenn sie nicht schlechter als die anderen Automobilhersteller sind, dann ist das eine miese Nummer von Greenpeace.

    • Am besten hält VW einfach die Klappe - dann freuen sich viele Leute über eine nette Idee - und die "Rebellion" verläuft im Sande.
      So schnell wie das Netz etwas hochspielt ist es auch wieder vergessen - wenn man sich nicht drum kümmert.

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