Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Opel Bochumer Betriebsrat sieht Werk gefährdet

Im Ringen um die Sanierung des Autobauers Opel fürchtet der Betriebsrat um die Existenz des Werkes Bochum. Bislang will GM in Bochum 1800 Jobs streichen, weitere 200 Stellen sind in Partnerbetrieben gefährdet und das Werk im belgischen Antwerpen soll geschlossen werden. Jetzt sieht der Bochumer Betriebsratschef, Rainer Einenkel, weitere 1000 Arbeitsplätze in Gefahr.
Kommentieren
Opel-Betriebsrat Rainer Einenkel. Quelle: dpa Quelle: dpa

Opel-Betriebsrat Rainer Einenkel. Quelle: dpa

(Foto: dpa)

FRANKFURT. "Im Zusammenhang mit Verkaufsabsichten für das Werk Antwerpen soll die zugesagte Produktion nicht nach Bochum kommen", zitiert die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) Einenkel aus einer internen Mail. Wenn dies so komme, seien im Bochumer Werk weitere 1000 Arbeitsplätze gefährdet. "Das wäre der schleichende Tod für das Bochumer Werk."

Bochum waren Stückzahlen aus der derzeitigen Fertigung der Astra-Modelle in Antwerpen zugesagt, um die Zeit bis zum Anlauf des neuen Zafira zu überbrücken. Nun fürchtet die Bochumer Belegschaft laut dem Bericht, General Motors könnte von diesen Zusagen wieder Abstand nehmen, um Antwerpen mit einer höheren Auslastung "für einen Verkauf hübscher zu machen". Dann, so die Sorgen, könnte in einem zweiten Schritt "weitere Produktion aus Bochum abgezogen werden". Laut der "WAZ" haben in den vergangenen Tagen GM-Manager, belgische Gewerkschaftsvertreter und Gesamtbetriebsrats-Chef Klaus Franz entsprechende Gespräche geführt.

Der US-Autobauer hatte zuletzt angekündigt, für die Sanierung von Opel tiefer in die Tasche zu greifen und weniger Staatsgelder zu verlangen. GM steckt nun in Form von Krediten und Eigenkapital 1,9 Milliarden Euro in seine Europatochter und damit gut dreimal soviel wie bislang geplant. Dennoch benötigt Opel weitere 1,8 Milliarden Euro an Staatshilfe, ein Großteil soll aus Deutschland kommen. Politiker haben aber klargemacht, dass Steuergeld nur fließt, wenn Opel sich zuvor mit den Beschäftigten über die Sanierung einigt. Die Gespräche zwischen Management und Betriebsrat stocken.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

0 Kommentare zu "Opel: Bochumer Betriebsrat sieht Werk gefährdet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.