Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Opel-Chef Neumann „Das Billigsegment überlassen wir anderen“

Opel-Chef Neumann äußert sich auf Twitter zur Modellpolitik der Rüsselsheimer. Man wolle nicht mit der Billigkonkurrenz wie Dacia konkurrieren. Außerdem sei ein neues Elektroauto geplant.
1 Kommentar
Opel-Chef Neumann plant eine Modelloffensive 2018. Quelle: Reuters

Opel-Chef Neumann plant eine Modelloffensive 2018.

(Foto: Reuters)

Rüsselsheim Es war nur eine Äußerung von Opel-Chef Karl-Thomas Neumann in einem Interview mit der Financial Times, die Anfang der Woche weite Kreise zog. „Wir glauben, dass es Möglichkeiten für Opel gibt, mit so etwas wie einem Einstiegs-Modell auf den Markt zu kommen“, hatte Neumann gesagt. Erste Eckdaten des neuen Modells lieferte die Zeitung gleich mit: Kleiner als der Opel Adam soll das neue Auto sein, der Einstiegspreis soll weniger als 10.000 Euro betragen. Macht Opel jetzt Dacia Konkurrenz?, fragte sich die Branche. Nun antwortet der Opel-Chef auf Twitter.

„Planen ein neues Einstiegsmodell! Kein Billigmodell", twitterte Neumann. Darum setze man auch beim neuen Modell auf Qualität und deutsche Ingenieurskunst. Allzu billig soll das nicht werden. „Opel wird sich nicht ins Low-Budget-Segment bewegen. Diesen Platz überlassen wir gerne anderen“, so Neumann weiter. Das neue Modell soll sich preislich unterhalb von Astra und Adam bewegen. Allerdings ziele man nicht auf die Zielgruppe der Schwestermarke Chevrolet, die sich aus Europa zurückziehen will.

Auch Befürchtungen, dass Opel sich mit dem Auslaufen des Ampera aus der Elektromobilität zurückziehen will, versucht der Opel-Chef auf Twitter zu zerstreuen. Anfang der Woche hatte die „Automotive News Europe“ berichtet, dass das Elektroauto Ampera im Jahr 2015 aus dem Programm gestrichen werden soll. Dann steht das Facelift für das baugleiche Schwestermodell Chevrolet Volt an, das die Opel-Version nicht mehr mitmachen werde.

„Nach Auslauf der aktuellen Ampera-Generation werden wir ein Nachfolgeprodukt im Elektroauto-Segment auf den Markt bringen“, verspricht Neumann nun. Man wolle sich nicht komplett aus der Elektromobilität zurückziehen, sie sei für Opel weiter ein wichtiger Teil der Mobilität und man arbeite daran, Elektroautos erschwinglicher zu machen. Unter welchem Namen und in welcher (Preis-)Klasse das neue Elektroauto unterwegs sein soll, verrät der Opel-Chef noch nicht. Nur der Zeitrahmen stehe schon fest. „Das nächste Elektroauto von Opel/Vauxhall wird Teil der großen Modell-Offensive (27 neue Modelle bis 2018) sein“, so Neumann weiter.

Der Ampera hatte sich zuletzt äußerst schwach verkauft: Lediglich 332 Einheiten fanden in den ersten fünf Monaten in Europa einen Käufer, in Deutschland gab es im kompletten ersten Halbjahr lediglich 46 Neuzulassungen. Der Viersitzer kostet aktuell 38.260 Euro.

Opel träumt wieder von der Oberklasse
-
1 von 8

Opel präsentiert auf der IAA mit dem Monza Concept seine Zukunfstvision. Motorisiert mit dem neuen Dreizylinder 1.0 SIDI Turbo, der in Frankfurt ebenfalls neu vorgestellt wird, soll der mit CNG-Range-Extender (Reichweitenverlängerer mit Erdgas) ausgerüstete und von einem Elektromotor angetriebene Monza eine gute CO2-Bilanz vorlegen.

(Foto: AFP)
-
2 von 8

Die Außenmaße von 4,69 Meter Länge und 1,31 Meter Höhe sprechen eine dynamische Sprache, die mit 500 Litern Kofferraumvolumen nicht zu Lasten der Alltagstauglichkeit geht. Den Zugang erleichtern Flügeltüren, die bis zum Fond reichen. Das Konzept ist modular aufgebaut und lässt Freiraum bei der Antriebswahl.

(Foto: AFP)
-
3 von 8

Die Monza-typische Bügelfalte, die vom 1986er Modell bekannt ist, kommt auch beim aktuellen Konzept Verwendung. Stromlinienförmig konzipiert knüpft er an die Designentwicklung der Insignia-Ära an.

(Foto: AFP)
ampnet_photo_20130909_067280
4 von 8

Im Innenraum ist Klassik nicht zu finden. Sprachsteuerung und Lenkrad-Fernbedienung sollen den Fahrer alles im Griff haben lassen. Eine von Tür zu Tür laufende Instrumententafel wird als Projektionsfläche genutzt und informiert zukunftsweisend und individuell. Mit LED-Projektoren – 18 Stück an der Zahl – wird ein Multifunktionsdisplay in 3-D aufgefahren. Die Optik und das Layout sind individuell anpassbar.

(Foto: )
ampnet_photo_20130909_067286
5 von 8

Die Vernetzung über Smartphone ist ein zentraler Teil des Bedienkonzeptes. Der Benutzer kann den Kontakt zur Internet-Community halten und mit Freunden und Familie während der Fahrt in Kontakt bleiben. In drei von Opel konzipierten Erlebniswelten (Me, Us und All) kann das Kommunikationskonzept angepasst werden.

So kann der Fahrer sich entweder auf seine eigene Fahrt konzentrieren und die Verbindung zur Außenwelt weitgehend kappen (Me), mit einem bestimmten Personenkreis in Kontakt bleiben (Us) oder zum Beispiel die Routenplanung online mitteilen und austauschen, sowie Mitfahrgelegenheiten online bereitstellen (All) und so während der Fahrt Personen, die Teil der Car-Sharing-Community sind, spontan einsteigen lassen.

(Foto: )
ampnet_photo_20130909_067292
6 von 8

Die für den Monza Concept verantwortlichen Designer im Team von Mark Adams (hier im Bild) setzen auf die Weiterentwicklung der aktuellen Designsprache, wie sie beispielsweise der Insignia verwendet. Die neuen Linien und Formen für die Zukunft sollen verdeutlichen, dass Opel keinesfalls gedenkt, als graue Maus des Massenherstellers aufzutreten. "Dies ist der nächste, selbstbewusste Schritt auf unserem Weg in die Zukunft", beschreibt Opel-Designchef Mark Adams.

(Foto: )
ampnet_photo_20130909_067281
7 von 8

Die Zukunft Opels hängt von erfolgreichen Großserienprodukten sowie von überzeugenden Nischen-Produkten ab. Ein Coupé der Oberklasse scheint auf den ersten Blick weniger zukunftsweisend. Doch die Mission der Studie Monza Concept lautet: Image schaffen und neue Vokabeln für die künftige Desingsprache der Marke pauken. Schließlich haben Coupés aus Rüsselsheim jahrzehntelang in allen Klassen Trends gesetzt

(Foto: )
  • bay
Startseite

Mehr zu: Opel-Chef Neumann - „Das Billigsegment überlassen wir anderen“

1 Kommentar zu "Opel-Chef Neumann: „Das Billigsegment überlassen wir anderen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wahrscheinlich hat das neue Elektroauto von Opel einen Benzinmotor und eine elektrische Zahnbürste welche den Namen i-tooth trägt.

Serviceangebote