Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Opel-Übernahme Bittere Pillen von allen Seiten für Magna

So einfach gibt General Motors seine deutsche Tochter Opel nicht an Magna ab. Der US-Autobauer verlangt in "New-Opel" einschneidende Rechte. Eine bittere Pille für Magna. Und auch von der Politik kommt Druck. Wirtschaftsminister zu Guttenberg hat weitere Staatshilfen kategorisch ausgeschlossen.
Das Opel-Werk in Eisenach. Die Beschäftigten fühlen sich als die wahren Opelaner. Quelle: dpa

Das Opel-Werk in Eisenach. Die Beschäftigten fühlen sich als die wahren Opelaner.

(Foto: dpa)

HB RÜSSELSHEIM/ZÜRICH. Nach dem Verkauf von Opel verlangt der bisherige Mutterkonzern General Motors (GM) ein Vorkaufsrecht und mehrere Vorstandsposten bei der neuen Gesellschaft "New Opel". Falls einer der neuen Partner - der Autozulieferer Magna und die russische Sberbank - wieder aussteigen wollte, müsse GM das Recht haben, das erste Angebot für die freiwerdenden Anteile abzugeben. Das sagte GM - Verhandlungsführer John Smith nach Angaben von Opel in einer internen Sitzung. Magna und die Sberbank sollen nach den Plänen je 27,5 Prozent der Anteile übernehmen.

In dem neuen achtköpfigen Vorstand von "New Opel" beansprucht GM für die kommenden drei Jahre die Hälfte der Sitze für sich. Den Vorstandsvorsitz und drei weitere Sitze werde Magna ernennen. Smith verlangt aber vier Plätze für GM, darunter die beiden Ressorts Marketing/Vertrieb sowie Entwicklung. Zudem seien weitere Details über die von der Bundesregierung zugesagte Finanzierung offen. Dabei gehe es nach Unternehmensangaben beispielsweise um Anschlusskredite. Bund und Land hatten insgesamt 4,5 Milliarden Euro staatliche Hilfe zugesagt, darunter den bereits gezahlten Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro sowie Bürgschaften.

Bund und und Länder ringen mit dem bisherigen US-Mutterkonzern General Motors (GM) über die endgültige Finanzierung. Auch zwischen GM und dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna sind Details offen. Die IG Metall erwartet harte Verhandlungen mit dem designierten Opel-Käufer Magna. Auch Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) rechnet noch mit viel Arbeit.

Nach dem Verkauf von Opel an Magna bleiben nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auch in den kommenden Jahren Risiken. "Es wird jetzt darum gehen, eine erfolgreiche Gestaltung hinzubekommen. Das heißt: Dass in Zukunft Steuergelder wieder zurückfließen und sich Opel auf Dauer auf den Märkten etabliert", sagte der Politiker in Nürnberg.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote