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Operatives Geschäft stabil geblieben Wertberichtigungen lasten auf Hartmann

Der schwäbische Hersteller von Hygieneprodukten und Operationsbedarf Paul Hartmann AG wird nach vorläufigen Zahlen 2004 einen Verlust von etwa 35 Mill. Euro ausweisen.

HB HEIDENHEIM. „Das Jahr war von außerordentlichen Belastungen geprägt, die sich so nicht wiederholen werden“, sagte Vorstandschef Rinaldo Riguzzi gestern. Das operative Geschäft habe sich mit einem Nettogewinn von 16,5 Mill. Euro stabil gezeigt.

Trotz der Millionenverluste will Riguzzi der Hauptversammlung wie im Vorjahr die Ausschüttung von 2,95 Euro pro Stammaktie vorschlagen. „Wir haben die Dividende operativ verdient“, sagte Riguzzi.

Hartmann ist einer der bedeutendsten Hersteller von Medizinprodukten in Deutschland. Insgesamt setzt die Branche in Deutschland nach Angaben des Industrieverbands BVmed etwa zehn Mrd. Euro im Jahr um. In den vergangenen Jahren ist das Umsatzwachstum unter anderem wegen der Gesundheitsreform unter Druck geraten.

Hartmann setzte nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Jahr mit 1,245 Mrd. Euro etwa fünf Prozent weniger um als im Vorjahr. Bereinigt um Währungseffekte und die Folgen von Zukäufen und Verkäufen von Unternehmensteilen sei der Umsatz jedoch auf Vorjahresniveau geblieben. Hartmann macht nach eigenen Angaben 40 Prozent des Umsatzes in Deutschland und weitere 51 Prozent im Rest Europas.

Neben den erschwerten Rahmenbedingungen in Deutschland belasteten auch hausgemachte Probleme das Traditionsunternehmen. Die Firma trägt noch schwer unter der missglückten Expansionsstrategie unter Riguzzis Vorgänger Ulrich Hemel. Der ehemalige Unternehmensberater hatte versucht, die mittelständische Firma zu einem globalen Anbieter mit extrem breiter Produktpalette auszubauen.

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