Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Pariser Autosalon Volvo auf dem Weg zurück zum Schwedenstahl

Die neue Strategie für Volvo soll die alte sein. Der neue Volvo-Chef Stefan Jacoby will den schwedischen Autobauer mit alten Tugenden zu neuer Stärke führen - dafür stellt der ehemalige VW-Manager auch das Modellprogramm der Schweden auf den Prüfstand. Und dann bleibt da noch die schwierige Zusammenarbeit mit der chinesischen Volvo-Mutter Geely.
1 Kommentar
Der neue Volvo-Chef Stefan Jacoby verdeutlicht, wo er mit dem Autobauer hin will, der zum chinesischen Geely-Konzern gehört. Quelle: ap

Der neue Volvo-Chef Stefan Jacoby verdeutlicht, wo er mit dem Autobauer hin will, der zum chinesischen Geely-Konzern gehört.

(Foto: ap)

PARIS. Er ist noch keine drei Monate im Amt und befindet sich eigentlich noch inmitten seiner Erkundungstour durch sein neues Unternehmen, den Autobauer Volvo. Aber eins steht für Stefan Jacoby, neuer Mann auf der Brücke der schwedischen Traditionsmarke, jetzt schon fest: Volvo soll zurück zu den Wurzeln. "Wir stehen für Schwedenstahl und Praktikabilität. Das ist ein gutes Fundament", sagt Jacoby auf dem Pariser Autosalon und spielt damit auf das Image der kantigen und technisch robusten Volvos der Vergangenheit an.

Ausgerechnet unter dem Dach des neuen chinesischen Eigners Geely, der Volvo für 1,5 Mrd. Euro von Ford übernommen hat, soll Volvo mit alten Werten wieder auf dem Automarkt punkten. Werten, die, so Jacoby, "über die Jahre ein bisschen verloren gegangen sind". Ein Seitenhieb auf die einstige Volvo-Mutter Ford. Mit dem, was die Amerikaner zurückgelassen haben, ist Jacoby nicht komplett einverstanden. Und das gilt nicht nur fürs Marken-Image. Die neuen Modelle, die Volvo noch unter Ford-Ägide entwickelt hat, will Jacoby nicht schlecht reden, sehr gute, schöne Autos seien das zweifellos, aber: "Sie sind noch nicht da, wo ich sie mir wünsche." Premium, skandinavische Alternative zu den deutschen Platzhirschen soll Volvo sein. Da will Jacoby hin. Das wollte Ford auch.

Allerdings: Schwarze Zahlen haben die Amerikaner Jacoby auch hinterlassen: "In den ersten beiden Quartalen liegen wir im Plus. Das ist ein tolles Ergebnis", sagt Jacoby, weiß aber auch, dass sich Volvo noch auf dünnem Eis bewegt. Volvo verkaufte in seinem besten Jahr 2007 knapp 460 000 PKW. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen weltweit nur noch etwas mehr als 330 000 Wagen ab. Dieses Jahr werden es wohl um die 380000 Autos sein - nächstes will Jacoby noch eine Schippe drauflegen.

Damit Volvo nachhaltig weiter wächst, will Jacoby den Autobauer entschlacken: "Volvo hat immer versucht, zu viel zu machen. Davon möchte ich mich lösen", sagt er mit Blick aufs eigene Modellprogramm. Während BMW, Audi und der Rest der Premium-Anbieter ins Kleinwagen-Segment drängen, will Jacoby lieber weniger Autos machen, "aber die dafür richtig". Das heißt: Alles, was vor Jacobys Zeit entstand, steht jetzt auf dem Prüfstand.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

1 Kommentar zu "Pariser Autosalon: Volvo auf dem Weg zurück zum Schwedenstahl"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Volvo. For Life. ich wünsche Herrn Jacoby viel Erfolg, dass es klappt.