Parkmobile-Übernahme BMW wird zum größten Parkplatzmakler der Welt

BMW wandelt sich vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister: Die Münchner übernehmen die App „Parkmobile“ und stärken damit ihren Dienst „Park Now“. Hintergrund der Übernahme ist ein ehrgeiziges Ziel von Konzernchef Krüger.
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Parkplatzsuche leicht gemacht: BMW übernimmt Parkmobile – und geht einen weiteren Schritt in Richtung Mobilitätsdienstleister. Quelle: Imago
Mini Cooper von Drive Now

Parkplatzsuche leicht gemacht: BMW übernimmt Parkmobile – und geht einen weiteren Schritt in Richtung Mobilitätsdienstleister.

(Foto: Imago)

MünchenDas Problem treibt die Verkehrsplaner schon lange um: Jedes dritte Auto, das in der Stadt unterwegs ist, sucht einen Parkplatz. Das kostet die Fahrer Nerven und die Anwohner Lebensqualität. Und auch für die Autohersteller ist das kein glücklicher Umstand, denn so mancher Parkplatzsucher fragt sich, wozu man überhaupt noch ein Auto in der Stadt braucht. Dabei fehlt es oft nur an der richtigen Information, wo die nächste Lücke am Straßenrand oder der nächste Stellplatz im Parkhaus zu finden wäre. Wenn dann das Auto auch noch selbst zahlt, wäre manchem Ausflug in die Stadt der Schrecken genommen.

Genau das ist das Ziel zahlreicher Mobilitätsdienstleister, die per App diesen Markt erschließen wollen. Ganz vorne dabei ist nun BMW. Der Münchener Autokonzern übernimmt jetzt für einen nicht genannten Kaufpreis den US-Anbieter „Parkmobile“, mit dem BMW bereits seit einigen Jahren kooperiert. 

Das Unternehmen erreicht mit seinem Angebot in mehr als 1000 Städten in Nordamerika und Europa 22 Millionen Kunden. Gemeinsam mit der BMW-App „Park Now“ nennen sich die Münchener nun „weltweit führender Anbieter von digitalen Parklösungen“.

Das Ganze funktioniert so: Wer die App geladen hat, bekommt die gemeldeten freien Parkplätze in der Stadt im Navigationssystem angezeigt. Die App hat fast jeder neue BMW an Bord, aber auch andere Marken können mitmachen. Angezeigt werden die teilnehmenden Parkhäuser, doch das ist erst der Anfang. Denn künftig können die Kameras der Autos auch freie Parkplätze am Straßenrand in Echtzeit aufnehmen und in „dynamische Karten“ einbauen. 

Eine solche Karte betreibt BMW mit „Here“, einem Gemeinschaftsunternehmen mit Daimler und Audi. Das Navigationssystem übernimmt die Parkplatzdaten und lotst den Fahrer in die Lücke. Aber auch das könnte in Zukunft noch einfacher gehen: BMW will ab 2021 stufenweise das autonome Fahren einführen, das Auto parkt sich irgendwann selbst.

Auch das lästige Kleingeldsuchen soll endgültig abgeschafft werden. Abgerechnet wird über die App, auch am Straßenrand. Immer mehr Städte rüsten die Parkraumüberwachung mit Lesegeräten für Kennzeichen aus. Ob der Fahrer über die App für den Parkplatz bezahlt hat, lässt sich so schnell feststellen.

Die richtigen Algorithmen und eine große Datenbasis sind der Schlüssel zum Erfolg. BMW ist sicher, das richtige Unternehmen gekauft zu haben. „Wir sind stolz auf das, was die Kollegen von Parkmobile bereits erreicht haben und freuen uns, das Geschäft mit den neuen Kollegen weiter zu skalieren“, sagt Bernhard Blättel, Leiter Mobilitätsdienstleistungen von BMW.

Denn die Münchener wollen künftig mehr sein als ein Autohersteller. Man sieht sich auch als Konkurrent von Uber, Didi und Google, die massiv in das Geschäft mit Mobilität investieren. Konzernchef Harald Krüger will dagegenhalten und hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2025 will das Unternehmen 100 Millionen Kunden haben, das wären dreimal so viele wie heute. Die neuen Kunden werden nicht alle BMW fahren. Dafür aber mit BMW parken.

Hipper Begleiter im urbanen Dschungel
Mit dem X2 erweitert BMW sein Modellprogramm um ein weiteres „Sports Activity Coupé“
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Es ist mit 4,36 Meter kürzer und über sieben Zentimeter flacher als der X1, verfügt jedoch über den gleichen Radstand, hat kurze Überhänge sowie eine langgezogene, coupéhafte Dachlinie mit flacher Fenstergrafik.

Das SUV-Coupé wird zunächst mit drei Motoren zu haben sein
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Zwei Diesel mit 140 kW/190 PS und 170 kW/231 PS sowie einen 141 kW/192 PS starken Benziner. Die Diesel-Aggregate sind immer an Allradantrieb und ein Achtgang-Automatik gebunden, den Benziner gibt es mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Weitere Motoren sollen folgen...

BMW X2
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Das Markenemblem an der C-Säule lässt zudem ein Detail klassischer BMW-Coupés wie 2000 CS und 3.0 CSL wieder aufleben.

BMW X2
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Quadratisch wirkende Radhäuser, eine Doppelniere in umgekehrter Trapezform und die flache Fenstergrafik fungieren als Eyecatcher und heben das neue SUV-Coupé vom längeren und höheren X1

BMW X2
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Weiteres Merkmal des neuen Modells ist der Heckspoiler mit seitlichen Aero-Edges.

BMW X2
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Ebenfalls neu: Die Modell-Varianten „M Sport X“ und „M Sport“, die vor allem das sportlich orientierte Publikum mit einem im Serienumfang enthaltenen Sportfahrwerk anlocken sollen. Das Basismodell ist mit 17-Zöllern und LED-Tagfahrlicht ausgestattet, gegen Aufpreis gibt es Räder bis 21 Zoll und Voll-LED-Scheinwerfer.

BMW X2
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Zum Serienumfang des neuen BMW X2 zählt ein 6,5 Zoll großes, frei stehendes Control Display. Beim Navigationssystem ist es ein ebenfalls 6,5 bzw. ein 8,8 Zoll großer Touchscreen.

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