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Partnerschaft Fiat Chrysler und Taiwans Foxconn wollen gemeinsam Elektroautos bauen

Lange rollte der Autobauer in der Elektromobilität hinterher. Jetzt verbindet sich FCA mit dem größten Auftragsfertiger der Welt. Der erste Zielmarkt ist China.
17.01.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Der Deal zwischen FCA und Foxconn wäre in seiner Größenordnung beispielslos in der Autoindustrie. Quelle: AP
Fiat Chrysler Automobiles

Der Deal zwischen FCA und Foxconn wäre in seiner Größenordnung beispielslos in der Autoindustrie.

(Foto: AP)

Tokio Der größte Auftragsfertiger der Welt, Foxconn aus Taiwan, steigt durch eine Partnerschaft mit Fiat Chrysler (FCA) in die Entwicklung und Produktion von Elektroautos ein. Dies teilte Foxconn am Donnerstag in Taiwan mit. Die beiden Konzerne werden dazu in diesem Quartal ein Joint-Venture gründen, bei dem Fiat Chrysler mit 50 Prozent die Führung übernimmt.

Foxconn wird mit maximal 40 Prozent der Juniorpartner, aber für die Produktion, teile der Elektronik und Software zuständig sein. Laut Foxconn plant das Duo zuerst, in China für den lokalen Markt zu produzieren. Später sollen Exporte folgen. Eine Bestätigung von FCA steht noch aus.

In seiner Größenordnung wäre der Deal beispiellos in der Autoindustrie. Bislang versuchen ausländische Autohersteller Chinas Elektroautomarkt durch Joint-Venture mit chinesischen Autobauern oder besser noch allein zu beliefern.

Tesla beispielsweise hat in China ein Werk aufgebaut, dass Ende 2019 mit der Auslieferung von Elektroautos begonnen hat. FCA hingegen hat sich einen Elektronikhersteller als Partner gesucht, der durch die Produktion von iPhones für Apple global bekannt und groß geworden ist und China bestens kennt.

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    Mit der Herstellung von Produkten für andere Konzerne und den Verkauf von elektronischen Bauteilen erzielt Foxconn immerhin einen Jahresumsatz von 160 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Damit wäre das Unternehmen in Deutschland nach Daimler und vor der Allianz der drittgrößte Konzern.

    FCA erhält durch Foxconn Zugriff auf bestehende Fabriken

    Zudem ist Foxconn bestens im chinesischen Markt verankert. Denn die meisten Fabriken des taiwanischen Riesen stehen in China. FCA erhält damit Zugriff auf bestehende Fabriken, Foxconns große Lieferkette und vor allem einen extrem ehrgeizigen Partner.

    Foxconn gibt sich schon lange nicht mehr damit zufrieden, für geringe Margen glanzvolle Produkte für globale Konzerne zu produzieren. Zum einen will Firmengründer Terry Gou stattdessen auch eigene Marken aufbauen. In der Unterhaltungselektronik kauften die Taiwaner beispielsweise den japanischen Elektronikkonzern Sharp, einen der Pioniere der Flachfernseher.

    Darüber hinaus versucht das Unternehmen in neue Bereiche wie die Robotik, digitale Medizintechnik und eben den Automobilsektor vorzustoßen. Denn in diesen Industrien erhofft sich das Management höhere Gewinnmargen und mehr Wachstumspotenzial als in der Unterhaltungselektronik. Die erlahmende Nachfrage nach Smartphones erhöht den Druck noch, die Abhängigkeit von der Auftragsfertigung in Foxconns klassischen Bereichen zu reduzieren.

    Elektroautos nannte Foxconns Verwaltungsratsvorsitzender Liu Young-way voriges Jahr als einen Fokus für künftiges Wachstum. Im Blick hatte der Konzern vor allem die Produktion von eigenen Fahrgestellen für andere Hersteller. FCA könnte nun der erste Großkunde von Foxconns großem Netzwerk werden.

    Foxconn will offenbar für das neue Geschäft seine Tochtergesellschaft FIT Hon Teng, die Bauteile für Autos herstellt, und seinen Smartphonehersteller FIH mobile mobilisieren. Dabei wird die Smartphonesparte ihre Expertise nun für die Softwareentwicklung für Elektroautos nutzen.

    Mehr: Die Fusion zwischen PSA und Fiat Chrysler schafft den viertgrößten Autokonzern der Welt. Die Familie Peugeot will ihre Anteile daran ausbauen.

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