Peugeot macht wieder Gewinn „Wir sind zurück im Rennen“

Der französische Autobauer Peugeot ist nach seiner harten Sanierung zurück in der Erfolgsspur und kündigt bereits neue Ziele an. Nach drei verlustreichen Jahren fuhr der Konzern für 2015 erstmals wieder einen Gewinn ein.
Update: 24.02.2016 - 12:25 Uhr
Der Autobauer Peugeot hat unter seiner Führung die Kurve gekriegt. Quelle: Reuters
Carlos Tavares

Der Autobauer Peugeot hat unter seiner Führung die Kurve gekriegt.

(Foto: Reuters)

Paris/BerlinPeugeot hat im vergangenen Jahr die Kurve gekriegt. 2015 blieb ein Nettogewinn von 1,2 Milliarden Euro hängen, wie der krisengeplagte französische Autobauer am Mittwoch mitteilte. 2014 war noch einen Verlust von 555 Millionen Euro angefallen. Die Verbesserungen gehen vor allem auf Einsparungen, Preiserhöhungen und eine wieder anziehende Auto-Nachfrage in Europa zurück. Der Konzernumsatz kletterte um knapp sechs Prozent auf 56,3 Milliarden Euro. „Damit ist unsere Firma zurück im Rennen“, kommentierte Vorstandschef Carlos Tavares die Jahresbilanz.

Peugeot-CEO: „Wir sind wieder im Rennen“

An der Börse in Paris kamen die Zahlen gut an: Peugeot-Aktien verteuerten sich um knapp zwei Prozent auf 13,91 Euro.

Der größte französische Autobauer hat schwierige Jahre hinter sich. 2012 musste er mit drei Milliarden Euro staatlich gestützt werden. Damals schwächelte der europäische Markt, von dem der Renault -Rivale stark abhängig ist. Für dieses Jahr rechnet Peugeot mit einem Marktwachstum von zwei Prozent in Europa und fünf Prozent in China. Deutliche Einbußen dürfte es für die Branche dagegen in Russland und Lateinamerika geben.

Diese Autobauer investieren am meisten
Platz 15: Kia
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Ob neue Montagehallen oder Labors: Die Autoindustrie hat ihre Investitionen in den vergangenen Jahren zufolge deutlich hochgeschraubt. 51,9 Milliarden Euro haben die 16 größten Autohersteller der Welt in Fabriken, Forschungszentren und andere Bereiche gesteckt – gut 45 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2010. Das sind die Ergebnisse des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY). Dabei gehören Kia, Mazda (Platz 16) und Mitsubishi (Platz 14) zu den Schlusslichtern. Die Autobauer haben 2015 keine Investitionen getätigt.

Quelle: EY-Studie

Platz 13: Suzuki
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Grund für die höheren Anstrengungen ist die weltweit brummende Autokonjunktur – der Markt wird größer, also strengen sich die Firmen an, um mehr abzubekommenden vom größeren Absatz-Kuchen. Suzuki hat im vergangenen Jahr 500 Millionen Euro in Projekte investiert. Insgesamt waren es 180 Investitionsprojekte.

Platz 12: Renault Group
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Von 2010 bis 2015 gingen die Investitionen Schritt um Schritt nach oben – zuletzt lag das Plus 2015 bei fast 50 Prozent. Einzig 2013 gab es ein Minus. Die französische Renault Group hat 500 Millionen Euro in Projekte gesteckt.

Platz 11: BMW Group
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Einer der Hauptprofiteure des weltweiten Investitionsbooms ist Deutschland: Seit 2010 wurden in Deutschland insgesamt 139 Investitionsprojekte im Gesamtwert von 20,7 Milliarden Euro durchgeführt – allein im vergangenen Jahr belief sich das Investitionsvolumen in Deutschland auf zwölf Milliarden Euro. 600 Millionen Euro kommen von BMW.

Platz 10: PSA Group
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700 Millionen Euro hat die PSA Group im vergangen Jahr ausgegeben. „Die Unternehmen haben jetzt das Geld, um langfristige Investitionen zu tätigen“, sagt Studienautor Peter Fuß.

Platz 9: Honda
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Mit Investitionen in neue Modelle und Produktionsverfahren will Honda jährlich mehr Autos verkaufen. 1,1 Milliarden Euro war das dem japanischen Konzern vergangenes Jahr wert.

Platz 8: Nissan
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Der Nissan Leaf ist das bisher weltweit meist verkaufte Elektroauto. Auch in Zukunft will der Konzern in dieser Sparte führend bleiben. Diese und andere Projekte kosteten den Autobauer im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden Euro. Auch in diesem Jahr will Nissan 35 Millionen Euro in sein Elektroauto-Batteriewerk investieren.

Die Autosparte von Peugeot kam vergangenes Jahr auf eine operative Marge von fünf Prozent – ein Ziel, das eigentlich erst für den Zeitraum 2019 bis 2023 vorgesehen war. Damit liegen die Franzosen deutlich über dem Niveau der Volkswagen-Hauptmarke VW, aber klar unter den Werten von Weltmarktführer Toyota.

Für das Geschäftsjahr 2015 gebe es noch keine Dividende für die Aktionäre, so das Peugeot-Management. Das könne sich aber künftig ändern. Für 2016 und die folgenden Geschäftsjahre werde eine Ausschüttung vorgeschlagen, die sich an den sonst üblichen Praktiken in der Branche orientiere.

Anfang April sollen zudem Details veröffentlicht werden, mit welcher Strategie Peugeot künftig wachsen will.

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