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Pfizer Der Pharmariese erwägt die Trennung

Das amerikanische Pharmaunternehmen Pfizer erwägt die Trennung von einigen Unternehmensteilen. Bereits seit längerem wird diskutiert, ob unter dem neuen Konzernchef Ian Read eine Aufspaltung anstehen könnte.
18.03.2011 - 12:00 Uhr Kommentieren
Pfizer-Headquarter in New York: Der Konzern überprüft seine Geschäftsfelder. Quelle: ap

Pfizer-Headquarter in New York: Der Konzern überprüft seine Geschäftsfelder.

(Foto: ap)

New York Noch in diesem Jahr wolle Pfizer die Überprüfung seiner Geschäftsfelder abschließen, sagte der für die weltweite Forschung und Entwicklung verantwortliche Pfizer-Manager, Mikael Dolsten, am Donnerstag auf einer Investorenkonferenz. Es gehe darum zu sehen, was der maximale Wert dieser Geschäfte sei, ob sie innerhalb von Pfizer einen höheren Wert erzielten oder den Aktionären außerhalb des Konzerns mehr Werte brächten. „Wir stellen eine umfangreiche Überprüfung an, die wir im Laufe dieses Jahres beenden wollen“, sagte Dolsten.

Zuvor hatte es bei den Analysten von Sanford Bernstein geheißen, Pfizer könnte sich von Bereichen trennen, die nicht zum Pharmageschäft zählen. Dazu gehörten die Sparte Nutricionals, die etwa Nahrungsergänzungsmittel und Baby-Nahrung produziert, sowie der Tierarzneibereich Animal Health. Auch die Sparte Established Products, die ältere Medikamente mit abgelaufenem Patentschutz umfasst, gehöre dazu. Mit einem solchen Schritt könnte der Jahresumsatz von Pfizer auf 35 bis 40 Milliarden Dollar sinken. Aktuell kommt der weltgrößte Pharmakonzern auf einen Jahresumsatz von 67 Milliarden Dollar.

Dolsten verwies in diesem Zusammenhang auf Äußerungen des neuen Konzernchefs Ian Read, wonach Pfizer einen innovativen Kernbereich besitze mit daran angrenzenden Geschäften, die sich sehr gut entwickelten. Seit einiger Zeit gibt es bei Analysten und Investoren die Diskussion, ob Read, der im Dezember das Ruder übernahm, den Konzern aufspalten sollte. Ein solcher Schritt könnte dem Aktienkurs einen Schub geben, wird argumentiert. Kritiker hatten unter anderem eingewendet, dass Pfizer nach einer Reihe von Mega-Übernahmen unter einer zu stark aufgeblähten Organisation leide. Seit dem Antritt von Read gibt es beim Kurs aber einige Bewegung: Die Pfizer-Aktie legte seitdem rund 20 Prozent zu.

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