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Pharma, Agrar, Chemie Welche Sparte Bayer auf Touren bringt

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Wachstumschampion in der Pharmasparte

Die Übernahme soll kommen – das sind die Vorteile

Die Pharmasparte von Bayer präsentiert sich dagegen weiterhin in starker Verfassung und konnte auch im vierten Quartal ihr relativ kräftiges Wachstum mit einem Umsatzplus von sieben Prozent fortsetzen. Im Gesamtjahr steigerte Bayer die Arzneimittelerlöse ebenfalls um 7,3 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro, währungsbereinigt legte die Sparte laut Bayer um 8,7 Prozent zu. Für 2017 erwartet Bayer ein Bayer ein weiteres Wachstum auf mehr als 17 Milliarden Euro im Pharmageschäft.

Der Leverkusener Konzern kann sich damit weiterhin zu den wachstumsstärksten Unternehmen der Pharmabranche zählen. Die führenden 20 Pharmahersteller legten 2016 im Schnitt nur um gut drei Prozent zu, die Top-10-Vertreter der Branche sogar um weniger als zwei Prozent. Motor hinter der Entwicklung sind weiter die beiden Top-Produkte von Bayer: der Blutverdünner Xarelto mit einem Umsatzplus von 30 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro im Gesamtjahr und das Augenmedikament Eylea, dessen Umsatz um ein Drittel auf 1,6 Milliarden Euro zulegte.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)
Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

(Foto: AP)
Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

(Foto: dpa)
Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)

Ihren Betriebsgewinn konnte die Sparte dank der starken Performance um zwölf Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Euro steigern. Dämpfer waren allerdings Sonderabschreibungen von gut 400 Millionen Euro auf das Verhütungsprodukt Essure, das Bayer vor drei Jahren zusammen mit der US-Firma Conceptus erworben hatte. Es zeigte bei den Nutzerinnen unerwartete Nebenwirkungen, was Bayer inzwischen 3600 Schadensersatzklagen eingetragen hat.

Auch die Zahl der Klagen im Zusammenhang mit dem Gerinnungshemmer Xarelto hat sich weiter erhöht, auf inzwischen 16400. Bayer will sich gegen diese Klagen „entschieden zur Wehr setzen“, wie es im Geschäftsbericht heißt. Dennoch hat sich der Aufwand für Rechtsfälle in der Pharmasparte 2016 auf 88 Millionen Euro verfünffacht.

Bereinigt um diese erhöhten Sonderaufwendungen hat sich der Betriebsgewinn der Pharmasparte 2016 nach Angaben von Bayer um 19 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro erhöht. Und auch für das laufende Jahr plant der Konzern eine weitere Verbesserung seiner Pharma-Margen.

Die Sparte Consumer Health, die das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten umfasst, stagnierte im vergangenen Jahr bei gut sechs Milliarden Euro Umsatz und verbuchte einen Rückgang beim Betriebsgewinn um knapp ein Zehntel auf 695 Millionen Euro. Sie wurde offenbar weiterhin durch die schwache Performance einiger Produkte aus der Selbstmedikationssparte von Merck & Co gebremst, die Bayer 2014 übernommen hatte. Währungsbereinigt legte der Umsatz laut Bayer um 3,5 Prozent zu und damit im Rahmen der allgemeinen Branchenentwicklung.

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