Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Pharma- und Chemiekonzern Bayer startet besser als erwartet ins Jahr – Aktie steigt um mehr als fünf Prozent

Der Betriebsgewinn des Pharma- und Agrarchemiekonzerns ist nur leicht gesunken. Große Sprünge sind aber nicht in Sicht. Es bleibt bei der bisherigen Prognose.
12.05.2021 Update: 12.05.2021 - 09:16 Uhr Kommentieren
Der Dax-Konzern bekräftigt seine Ziele für das Geschäftsjahr. Quelle: dpa
Bayer-Kreuz am Werk in Wuppertal

Der Dax-Konzern bekräftigt seine Ziele für das Geschäftsjahr.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nach dem verlustträchtigen Jahr 2020 ist der Bayer-Konzern mit einem deutlichen Sprung beim Gewinn nach Steuern und einem leichten Rückgang von Umsatz und operativem Ergebnis vor Sondereinflüssen ins neue Jahr gestartet. Vor allem das im Vorjahr noch von hohen Wertberichtigungen und Rechtskosten im Zusammenhang mit den Glyphosat-Verfahren belastete Agrargeschäft entwickelte sich dabei positiv, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Für die operativen Einbußen waren dabei im Wesentlichen negative Währungseffekte, insbesondere die Abwertung des Dollars, verantwortlich. Vorstandschef Werner Baumann sprach daher von einem „insgesamt erfolgreichen Start und einer guten operativen Entwicklung“.

Bei insgesamt 12,4 Milliarden Euro Umsatz (minus vier Prozent) verringerte sich der bereinigte Betriebsgewinn um zwei Prozent auf 3,08 Milliarden Euro und das bereinigte Ebitda um sechs Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Die Kennziffer lag damit aber noch um etwa zehn Prozent über den Schätzungen der Analysten, die mit stärkeren Einbußen gerechnet hatten. Ohne Währungseinflüsse wären Umsatz und Ebitda nach Angaben von Bayer um etwa drei Prozent gewachsen.

Unterm Strich weist der Konzern einen Anstieg des Nettogewinns um 40 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro aus. Hierzu trug vor allem bei, dass im vergangenen Jahr schon im ersten Quartal mehr als 600 Millionen Euro Belastungen für Rechtsstreitigkeiten und Wertkorrekturen anfielen, die sich nun nicht wiederholten. Der um diese Einflussfaktoren bereinigte Gewinn je Aktie sank dagegen um drei Prozent auf 2,59 Euro je Aktie.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Bayer-Aktie gewinnt am Mittwoch deutlich

    Die Prognosen für 2021 bekräftigte Bayer am Mittwoch. Sie sehen auf währungsbereinigter Basis einen Anstieg des Konzernumsatzes um drei Prozent und ein in etwa stabiles Ebitda vor Sondereinflüssen vor.

    Die Bayer-Aktie kletterte am Mittwoch mehr als fünf Prozent auf über 56 Euro und war damit mit Abstand stärkster Wert im Dax.

    Vor allem das Agrargeschäft entwickelte sich für Bayer operativ positiv mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg um sechs Prozent auf 6,6 Milliarden Euro und einem leichten Anstieg des bereinigten Ebitda auf 2,44 Milliarden Euro. Mit knapp fünf Prozent Absatzwachstum hat sich der Konzern besser geschlagen als der Hauptkonkurrent Corteva.

    Im Pharmageschäft dagegen ist Bayer mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang von 0,4 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro auch im ersten Quartal hinter dem Branchentrend zurückgeblieben. Weitere Umsatzsteigerungen beim Gerinnungshemmer Xarelto und dem Augenmedikament Eylea konnten Einbußen bei einer Reihe älterer Produkte nicht voll kompensieren.

    Vor allem Preisreduktionen im Chinageschäft bremsten die Pharmasparte. Das bereinigte Ebitda der Sparte sank um sechs Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.

    Auch das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) entwickelte sich gegenüber dem relativ starken Vorjahresquartal schwächer. Der Umsatz sank hier währungsbereinigt um vier Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, das bereinigte Ebitda um drei Prozent auf 292 Millionen Euro.

    Vor allem der Rückgang von klassischen Erkältungskrankheiten aufgrund der Schutzmaßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie wirkten sich negativ auf das Geschäft aus.

    Glyphosat-Verhandlungen sorgen für Unsicherheit

    Ein Unsicherheitsfaktor für Bayer bleiben weiter die Vergleichsverhandlungen im Glyphosat-Komplex. Zwar hat der Konzern mit dem Großteil der Schadensersatzkläger, die Glyphosat für Krebserkrankungen verantwortlich machen, eine Grundsatzvereinbarung über einen Vergleich ausgehandelt. Eine Regelung, mit der auch potenzielle zukünftige Klagen beigelegt werden sollen, wartet dagegen noch immer auf eine richterliche Bestätigung. Eine Anhörung ist noch für Mai geplant.

    Hohe Rückstellungen für den Glyphosat-Vergleich von gut zehn Milliarden Euro sowie weitere Rückstellungen für andere Rechtsstreitigkeiten hatten im vergangenen Jahr maßgeblich zu einem Rekordverlust von 10,5 Milliarden Euro bei dem Leverkusener Konzern beigetragen.

    Im laufenden Jahr werden sich diese Belastungen in der Gewinnrechnung nicht mehr wiederholen. Allerdings schlagen sich die Auszahlungen nun im operativen Cashflow nieder, der im ersten Quartal auf minus 2,8 Milliarden Euro schrumpfte und auch im Gesamtjahr deutlich negativ ausfallen dürfte. Die Netto-Finanzverschuldung von Bayer ist dadurch im ersten Quartal trotz der stabilen operativen Entwicklung um fast vier Milliarden Euro auf 33,9 Milliarden Euro angestiegen.

    Mehr: Trotz Monsanto-Kritik: Aktionäre sprechen Bayer-Chef mit großer Mehrheit das Vertrauen aus

    Startseite
    Mehr zu: Pharma- und Chemiekonzern - Bayer startet besser als erwartet ins Jahr – Aktie steigt um mehr als fünf Prozent
    0 Kommentare zu "Pharma- und Chemiekonzern: Bayer startet besser als erwartet ins Jahr – Aktie steigt um mehr als fünf Prozent"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%