Pharma- und Laborausrüster Sartorius gibt ehrgeizige Ziele aus – Aktie auf Rekordhoch

Sartorius will den Umsatz bis 2025 fast verdreifachen. Die steigende Nachfrage nach Biotech-Medikamenten bringt das Unternehmen voran.
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Die weltweit steigende Nachfrage nach Nachahmerprodukten von biotechnologisch hergestellten Medikamenten wird nach Einschätzung des Unternehmens maßgeblich zum Wachstum beitragen. Quelle: dpa
Mitarbeiter bei Sartorius

Die weltweit steigende Nachfrage nach Nachahmerprodukten von biotechnologisch hergestellten Medikamenten wird nach Einschätzung des Unternehmens maßgeblich zum Wachstum beitragen.

(Foto: dpa)

FrankfurtEhrgeizige Mittelfristziele haben der Aktie des Pharma- und Laborausrüsters Sartorius am Mittwoch ordentlich Auftrieb gegeben. Die Papiere TecDax-Konzerns kletterten am Vormittag um mehr als zwei Prozent auf einen neuen Höchstwert von 107,50 Euro.

Im Oktober vergangenen Jahres waren die Titel nach einer Gewinnwarnung auf zeitweise bis zu 75 Euro abgesackt, seitdem geht es kontinuierlich wieder aufwärts. Binnen Jahresfrist haben die Titel um rund 50 Prozent zugelegt.

Sartorius-Chef Joachim Kreuzburg will den Umsatz bis 2025 auf rund vier Milliarden Euro fast verdreifachen. Zwei Drittel des Wachstums will das Unternehmen aus eigener Kraft erreichen, ein Drittel sollen Akquisitionen beisteuern. Für die operative Ebitda-Marge peilt Sartorius rund 28 Prozent an, nach 25 Prozent im laufenden Geschäftsjahr.

Das sind die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 10: Gilead Sciences
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Der US-Biotechkonzern beschäftigt etwa 8.000 Mitarbeiter und hat seinen Sitz in Kalifornien. Bekannt wurde es vor allem durch seine „1000-Dollar-Pille“ Sovaldi, ein wirksames, aber sehr teures Mittel gegen Hepatitis C. Umsatz 2017: 28,5 Milliarden Dollar.

(Quelle: Unternehmensangaben; Financial Times; Thomson Reuters)

Platz 8: Glaxo-Smithkline
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Die Briten sind stark im Impfgeschäft und haben Mittel gegen Depressionen und Atemwegserkrankungen im Portfolio. Der Konzern – dessen Sitz in London ist – kam 2017 auf einen Umsatz von etwa 40 Milliarden Dollar.

Platz 8: Merck & Co.
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Ebenfalls auf dem achten Platz finden sich die Amerikaner ein, die stark im Impfgeschäft und in der Frauengesundheit sind. Zusätzlich vermarkten sie auch Medikamente für Tiere. Pharmaumsatz 2017: 40 Milliarden Dollar.

Platz 7: Sinopharm
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Auch das chinesische Unternehmen Sinopharm (Beispielbild) hat es in die Top10 geschafft. Im Jahr 2017 konnte es insgesamt etwa 41,3 Milliarden Dollar umsetzen.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 5: Sanofi
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Die Franzosen haben eine starke Basis in Deutschland und kommen auf einen Pharmaumsatz von 43,3 Milliarden Dollar. Die wichtigsten Medikamente sind das Diabetesmittel Lantus und das Herz-Kreislaufmittel Plavix. Bekannter dürfte das Schlafmittel Stilnox sein.

Platz 4: Novartis
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Die Schweizer sind seit dem Jahr 2014 von dem ersten Platz auf den vierten Platz abgerutscht. Rund 49,2 Milliarden Dollar konnten sie im Jahr 2017 umsetzen. Novartis ist stark bei Krebsmitteln. Bekannte Marken sind das Schmerzmittel Voltaren und das Leukämiemittel Glivec.

Vor allem die weltweit steigende Nachfrage nach Nachahmerprodukten von biotechnologisch hergestellten Medikamenten wird nach Einschätzung des Unternehmens maßgeblich zum Wachstum beitragen. In diesem und den nächsten Jahren verlieren einige milliardenschwere Medikamente wie beispielsweise das Rheumamittel Humira von Abbvie den Patentschutz. Viele Nachahmer stehen bereits in den Startlöchern.

„Aufgrund einer wachsenden und alternden Bevölkerung, eines verbesserten Zugangs zu Medikamenten in Schwellenländern, eines rasch expandierenden Marktes für Nachahmerprodukte von Biologika, aber auch ganz neu entstehender, z.B. zellbasierter Therapieoptionen, gehen wir von einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach biopharmazeutisch hergestellten Medikamenten aus“, sagte Kreuzburg. Eine zunehmende Rolle dabei wird seiner Ansicht nach der asiatische Markt mit China in der ersten Reihe spielen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro, ein Plus von 9,3 Prozent in konstanten Wechselkursen gerechnet. Der operative Gewinn stieg um 8,5 Prozent auf 353,2 Millionen Euro. Am stärksten expandierte Sartorius in der Region Asien-Pazifik, wo das Unternehmen um 22,5 Prozent auf 344,6 Millionen Euro zulegte.

Für das laufende Jahr erwartet Sartorius ein Umsatzwachstum zwischen neun und zwölf Prozent. Die operative Ebitda-Marge soll um etwa einen halben Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 25,1 Prozent steigen. Neben Produkten für die Herstellung von Biotech-Medikamenten fertigt Sartorius in seinem zweiten Geschäftsbereich Instrumente und Verbrauchmaterialen für Forschungslabore von Pharmaunternehmen und Universitäten.

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