Pharma US-Gesundheitsreform ärgert Bristol-Myers Squibb

Der Umsatz des US-Pharmakonzerns Bristol-Myers Squibb ist im dritten Quartal unter den Erwartungen geblieben. Grund sind die US-Gesundheitsreform und schwache Verkäufe des wichtigen Medikaments Abilify. Dennoch konnte Bristol seinen Gewinn unerwartet deutlich steigern.
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Logo am Bristol-Hauptsitz in Lawrence Township, New Jersey. Quelle: ap

Logo am Bristol-Hauptsitz in Lawrence Township, New Jersey.

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HB NEW YORK. Die US-Gesundheitsreform und schwache Verkäufe eines wichtigen Medikaments haben den Umsatz des US-Pharmakonzerns Bristol-Myers Squibb unerwartet deutlich belastet. Der Konzern nahm mit 4,8 Mrd. Dollar im abgelaufenen Vierteljahr nach Angaben vom Dienstag fast genauso viel ein wie vor einem Jahr.

Branchenexperten hatten dagegen im Schnitt 120 Mio. Dollar mehr vorausgesagt. Das Unternehmen muss nach der Gesundheitsreform der gesetzlichen Krankenversicherung mehr Rabatte einräumen als bislang. Die Umsätze mit dem Schizophrenie-Mittel Abilify, dem wichtigsten Wachstumstreiber der vergangenen Jahre, sanken sogar um sieben Prozent auf 608 Mio. Dollar.

Dennoch konnte der Pharmakonzern seinen Gewinn unerwartet deutlich steigern. Im fortgeführten Geschäft belief sich das Plus auf 949 Mio. Dollar, ein Anstieg von gut sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bilanz von Bristol-Myers spiegelte im wesentlichen die Entwicklung bei Konkurrenten wie Eli Lilly und Johnson & Johnson wider, die ebenfalls dank Einsparungen die Gewinnprognosen trotz relativ schwacher Umsätze übertreffen konnten.

Die Aktien von Bristol-Myers Squibb gaben in New York rund ein Prozent nach.

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