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Pharmaindustrie Biotech-Firma Centogene landet an der Nasdaq

Die Rostocker Biotechfirma holt sich mehr als 40 Millionen Euro beim Debüt an der Nasdaq. Sie ist bereits die zweite Firma an der Technologie-Börse.
07.11.2019 - 18:29 Uhr Kommentieren
In den vergangenen Jahren suchte eine Reihe deutscher Biotech-Firmen den Weg an die Nasdaq. Quelle: Bloomberg
Biotech-Labor

In den vergangenen Jahren suchte eine Reihe deutscher Biotech-Firmen den Weg an die Nasdaq.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt Mit der Rostocker Centogene AG hat ein weiteres deutsches Biotech-Unternehmen den Sprung an die amerikanische Technologiebörse Nasdaq geschafft. Im Zuge eines IPOs emittierte Centogene insgesamt vier Millionen Aktien zum Preis von 14 Dollar je Aktie. Das entspricht einem Bruttoerlös von 56 Millionen Dollar.

Nach der Mainzer Biontech SE, die Anfang Oktober rund 150 Millionen Euro bei ihrem IPO hereinholte, ist Centogene bereits das zweite deutsche Biotechunternehmen innerhalb weniger Wochen, das sein Börsendebüt an der Nasdaq gibt. Hintergrund ist das nach wie vor ungünstige Kapitalmarktumfeld für Biotechfirmen in Deutschland.

Schon in den vergangenen Jahren suchte daher eine Reihe deutscher Biotechfirmen den Weg an die Nasdaq oder die Euronext. Centogene fließen aus der Emission nach Kosten und Provisionen umgerechnet knapp 43 Millionen Euro an frischem Kapital zu. Das Volumen kann sich auf knapp 50 Millionen Euro erhöhen, sollten in den nächsten Tagen auch die zusätzlich bereit gestellten 600.000 Aktien gezeichnet werden.

Gemessen am Ausgabekurs und inklusive der neu emittierten Aktien wird das Unternehmen mit knapp 280 Millionen Dollar (umgerechnet rund 250 Millionen Euro) bewertet. Ähnlich wie zuvor schon Biontech, startete allerdings auch Centogene mit leichten Verlusten in den Handel an der Nasdaq.

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    Das Rostocker Unternehmen ist auf die Datenanalyse im Bereich seltener Krankheiten spezialisiert. Ausgehend von einer umfangreichen Datenbank mit genetischen und klinischen Informationen bietet es zum einen Serviceleistungen für die Entwicklung von Medikamenten auf dem Gebiet an, zum anderen Diagnostikleistungen für Ärzte und Kliniken.

    Die Datenbasis umfasst nach Angaben des Unternehmens mehr als zwei Milliarden Datenpunkte von insgesamt 450.000 Patienten weltweit. Centogene betrachtet sich damit als weltweit führend in der datenbasierten Analyse von seltenen Krankheiten.

    Das Unternehmen nutzt diese Technologien unter anderem, um neue Biomarker zu identifizieren, mit deren Hilfe solche Krankheiten diagnostiziert werden können und die sich teilweise auch als mögliche Angriffspunkte für neue Medikamente eignen.

    Im vergangenen Jahr steigerte Centogene den Umsatz um 28 Prozent auf gut 40 Millionen Euro. Rund 18 Millionen davon erwirtschaftet das Unternehmen in Nordamerika, 12 Millionen Euro im mittleren Osten, nur eine Million Euro in Deutschland und weitere 5,8 Millionen Euro im Rest Europas.

    Trotz des kräftigen Wachstums arbeitet das Unternehmen bisher mit roten Zahlen. Unter anderem als Folge kräftig steigender Verwaltungsausgaben erhöhte sich der operative Fehlbetrag 2018 auf rund zehn Millionen Euro und auf knapp elf Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019.

    Seit Gründung im Jahr 2006 hat das Rostocker Unternehmen laut Emissionsprospekt insgesamt rund 48 Millionen Euro an Kapital eingeworben und einen akkumulierten Nettoverlust von 31,4 Millionen Euro verbucht.
    Hauptkapitalgeber sind bisher die Deutsche Private Equity GmbH (DPE) mit bisher 20,4 Prozent Anteil, die Equicore Beteiligungs GmbH mit 17,3 Prozent, Careventures Fund mit 10,8 Prozent sowie TVM Lifescience mit 6,7 Prozent.

    Die drei Finanzinvestoren haben angekündigt, im Rahmen des IPO für zusätzliche 30 Millionen Dollar Aktien zu zeichnen und damit ihre Anteile noch zu erhöhen. Firmengründer Arndt Rolfs hält bisher noch 22 Prozent. Sein Anteil am Unternehmen dürfte durch die Emission indessen auf 12 Prozent sinken.

    Mehr: Mit dem bisher größten Börsengang eines deutschen Biotechunternehmens will sich Biontech für die Entwicklung neuer Krebs-Immuntherapien rüsten.

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