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Pharmaindustrie Neue Medikamente geben Roche Schub

Der Pharmakonzern Roche setzt sich höhere Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Jahr. Grund dafür ist etwa ein Medikament gegen Multiple Sklerose.
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Roche: Pharmakonzern setzt sich höhere Umsatz- und Gewinnziele Quelle: Reuters
Roche

Medikamente zur Behandlung von Multipler Sklerose und Brustkrebs lassen Roche seine Umsatz- und Gewinnprognose erhöhen.

(Foto: Reuters)

Zürich Die hohe Nachfrage nach neuen Medikamenten gegen Krebs und Multiple Sklerose schürt beim Pharmakonzern Roche Optimismus. Das Unternehmen aus Basel erhöhte am Donnerstag seine Umsatz- und Gewinnprognose. Für das laufende Jahr erwartet Roche nun eine Steigerung der Verkäufe um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbetrag.

Der bereinigte Gewinn je Genussschein und Aktie soll im selben Ausmaß zulegen. Zuvor hatte Roche für beide Kennzahlen währungsbereinigt nur mit einem Plus im mittleren einstelligen Bereich gerechnet. An der Börse kam das gut an: Die Roche-Scheine legten rund zwei Prozent zu. „Wir haben in der ersten Jahreshälfte sehr gute Ergebnisse erzielt“, sagte Konzernchef Severin Schwan.

Motor des Wachstums waren vor allem die Medikamente Ocrevus zur Behandlung von Multipler Sklerose und Perjeta gegen Brustkrebs. Damit gelang es Roche, rückläufige Einnahmen bei den älteren milliardenschweren Krebs-Medikamenten MabThera und Herceptin zu kompensieren.

Denn dort macht dem Unternehmen nach dem Auslaufen des Patentschutzes die wachsende Konkurrenz durch günstigere Nachahmer-Arzneien zu schaffen. Im ersten Halbjahr steigerte Roche den Umsatz währungsbereinigt um neun Prozent auf 30,5 Milliarden Franken. Der bereinigte Gewinn je Titel stieg um 13 Prozent. Unter dem Strich stand mit 8,9 Milliarden Franken um 19 Prozent mehr Gewinn.

Zur geplanten Übernahme der US-Gentherapiefirma Spark Therapeutics gab es am Donnerstag nichts Neues. Die Schweizer haben die Frist für das 4,3 Milliarden Dollar schwere Angebot wiederholt verlängert, weil die Behörden in den USA und Großbritannien mehr Zeit zur Prüfung des Deals brauchen.

Schwan erklärte, der Abschluss der Übernahme sei im laufenden Jahr geplant. „Wir stehen hinter dieser Transaktion und dem Portfolio von Spark, ohne Frage“, sagte er in einer Telefonkonferenz. Mit Spark würde Roche ins Rennen um die Entwicklung von Gentherapien einsteigen. Auf der Gen- und Zelltherapie ruhen große Hoffnungen im künftigen Kampf gegen verschiedene Krankheiten.

Mehr: Mit einer neuen Klasse von Arzneien wollen Pharmafirmen die Wirkung von Immuntherapien gegen Krebs verstärken. Auch Bayer und Boehringer investieren.

  • rtr
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