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Pharmaindustrie Novartis traut sich mehr Gewinn zu

Nach einem schwachen Sommerquartal fasst der Konzern im dritten Quartal wieder Tritt. Einige Bereiche büßen jedoch an Umsatz ein.
27.10.2020 Update: 27.10.2020 - 14:18 Uhr Kommentieren
Der Schweizer Pharmakonzern erfreut die Anleger mit einer Erhöhung der Gewinnprognose. Quelle: Reuters
Novartis-Zentrale in Basel

Der Schweizer Pharmakonzern erfreut die Anleger mit einer Erhöhung der Gewinnprognose.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Auch wenn die Coronakrise die Nachfrage nach einigen Medikamenten von Novartis weiterhin bremst, hat der Schweizer Konzern im dritten Quartal seinen operativen Gewinn deutlich gesteigert. Novartis erhöht seine Ergebnisprognose und will nun beim um Sondereffekte bereinigten Betriebsgewinn im niedrigen bis mittleren Zehn-Prozentbereich wachsen.

Beim Umsatz bleibt Novartis allerdings bei der im Sommer gekappten Zielsetzung. Die Verkaufserlöse sollen währungsbereinigt um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag steigen.

Die Aktie legte am Dienstag nach Börsenstart in Zürich leicht zu, lag dann aber am Nachmittag bis zu 1,7 Prozent im Minus.

Blockbuster wie das Herzmedikament Entresto und Cosentyx gegen Schuppenflechte gehörten im dritten Quartal zu den Wachstumsträgern des Konzerns, ebenso stark wachsende Neueinführungen wie etwa Zolgensma gegen die Muskelerkrankung Spinale Muskelatrophie.

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    Weil in der Coronakrise weniger Behandlungen im Bereich Hauterkrankungen und der Augenheilkunde durchgeführt wurden, büßte Novartis hier Umsatz ein. Auch bei der Generikatochter Sandoz wirkte sich die Pandemie negativ auf die Nachfrage aus.

    Insgesamt stieg der Nettoumsatz von Novartis im dritten Quartal um ein Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis erhöhte sich um zwei Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Wechselkursbereinigt ist die Dynamik mit neun Prozent Ergebniswachstum deutlich höher. Geringere Ausgaben und eine höhere Bruttomarge trugen dazu bei; höhere Abschreibungen und geringere Veräußerungsgewinne wirkten gegenläufig.

    Umsatz enttäuscht Analysten

    Das um Sonderfaktoren bereinigte operative Kernergebnis legte im dritten Quartal um elf Prozent auf 4,1 Milliarden zu und gab damit die Vorlage für die Erhöhung der Ergebnisprognose, die ebenfalls in dieser Kennzahl ausgedrückt wird. Unter dem Strich verdiente Novartis mit 1,93 Milliarden Dollar etwas weniger als ein Jahr zuvor.

    Die Analysten von Vontobel werteten die Umsatzzahlen von Novartis als enttäuschend, beim Ergebnis lag der Konzern aber über den Erwartungen. Während das unerwartet niedrige Umsatzergebnis beiden Geschäftsbereichen zuzuschreiben sei, sei die unerwartet hohe Rentabilität allein dem Bereich Innovative Medicines zu verdanken, schrieben sie. In diesem mit Abstand größten Unternehmensbereich ist das gesamte Pharmageschäft von Novartis jenseits der Generikasparte Sandoz zusammengefasst.

    Nachdem der Schweizer Konzern im Frühjahr von Vorratskäufen infolge der Corona-Pandemie profitiert hatte, hatte sich das Geschäft im zweiten Quartal mit der weltweiten Ausbreitung der Pandemie deutlich abgeschwächt. Inwieweit die steigenden Infektionszahlen das vierte Quartal belasten werden, ist noch nicht abzusehen.

    Die aktuelle Prognose des Unternehmen geht davon aus, dass sich die Normalisierung der Gesundheitssysteme, einschließlich der Verschreibungsdynamik insbesondere in der Augenheilkunde, im vierten Quartal 2020 weltweit fortsetzt.

    Mehr: Viren, die Heilung versprechen: Das steckt hinter der Milliarden-Hoffnung Gentherapie.

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