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Pharmakonzern Astra-Zeneca bricht der Umsatz weg

Pharma-Hersteller Astra-Zeneca brechen die Umsätze stärker weg als erwartet. Besonders die Generika-Konkurrenz schmälert die Umsätze massiv. Der neue Chef soll das Ruder rumreißen. Viel Zeit bleibt ihm dafür nicht mehr.
25.10.2012 - 10:58 Uhr Kommentieren
Im vergangenen Quartal verringerten sich die Einnahmen von AstraZeneca um rund ein Fünftel Quelle: AFP

Im vergangenen Quartal verringerten sich die Einnahmen von AstraZeneca um rund ein Fünftel

(Foto: AFP)

London Wegen auslaufender Patente und wachsender Konkurrenz durch Generika-Hersteller brechen dem britischen Pharmakonzern Astra-Zeneca die Umsätze stärker weg als erwartet. Im vergangenen Quartal verringerten sich die Einnahmen um rund ein Fünftel auf 6,68 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten durchschnittlich mit einem Rückgang auf 6,75 Milliarden Dollar gerechnet.

Seinen Kerngewinn bezifferte Astra-Zeneca mit 1,51 Dollar je Aktie, was ein Minus von zwölf Prozent ergab. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern seine Gewinnprognose mit einer Spanne von 6,00 bis 6,30 Dollar je Aktie, was deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 7,28 Dollar je Aktie liegt.

Der Geschäftserfolg von Astra-Zeneca basiert stark auf einer Reihe von Medikamenten, die das Unternehmen aber nicht mehr lange exklusiv vermarkten kann. So verlieren Kassenschlager wie das Mittel Nexium gegen Sodbrennen, das Schizophrenie-Medikament Seroquel und auch die Top-Arznei Crestor gegen zu hohe Blutfettwerte in den nächsten Jahren den Patentschutz in wichtigen Märkten. Zugleich hat das Unternehmen kaum neue Produkte in der Entwicklung.

Beide Probleme unterstreichen die Herausforderungen, vor denen der neue Konzernchef Pascal Soriot steht. Investoren hatten seinem Vorgänger David Brennan zuletzt vorgeworfen, sich nicht ausreichend um neue Umsatzquellen zu kümmern. Soriot übernahm das Ruder bei Astra-Zeneca zum 1. Oktober und stoppte als erstes ein Aktienrückkaufprogramm, um sich finanziell größere Spielräume etwa für Übernahmen zu eröffnen. Die künftige Strategie soll im ersten Quartal 2013 präsentiert werden.

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