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Pharmakonzern Bayer-Augenmittel Eylea macht Probleme

Rückschlag für Bayer: Erneut fällt das Augenmedikament Eylea bei einer Nutzenbewertung durch. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen kann keinen Zusatznutzen erkennen.
15.12.2014 Update: 15.12.2014 - 19:19 Uhr Kommentieren
Ein Mitarbeiter der Firma Bayer in einem Labor: Der Pharma- und Chemiekonzern investiert jährlich 3,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Quelle: dpa

Ein Mitarbeiter der Firma Bayer in einem Labor: Der Pharma- und Chemiekonzern investiert jährlich 3,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das Augenmedikament Eylea von Bayer ist erneut bei einer wichtigen Nutzenbewertung durchgefallen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) kam bei einer Prüfung der Arznei zur Behandlung des diabetischen Makulaödems zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen für Patienten nicht belegt sei.

Für einige Patienten gebe es weder positive noch negative Effekte bei einem Vergleich mit dem Novartis -Präparat Lucentis, teilte das IQWiG am Montag mit. Für einen anderen Teil der Patienten habe Bayer keine Daten bereitgestellt. Dem Leverkusener Konzern drohen damit Einnahmeeinbußen in Deutschland. Das Institut hatte das Medikament 2013 und 2014 bereits zwei Mal als Mittel zur Behandlung von Augenleiden bewertet - es kam jeweils zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen nicht belegt sei.

Die Nutzenbewertungen des IQWiG haben erheblichen Einfluss auf die Erstattungspreise der gesetzlichen Krankenkassen. Denn auf Grundlage der IQWiG-Prüfung fällt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) aus Ärzten, Kassen und Krankenhäusern sein Urteil über die Vorteile für die Patienten. Fällt ein Präparat dabei durch, darf der Erstattungspreis nur im Rahmen vergleichbarer älterer Arzneien liegen. Diese sind aber meist erheblich günstiger. Seit 2011 müssen alle neu zugelassenen Medikamente diese Nutzenprüfung durchlaufen.

Bayer erklärte, der Konzern sei überzeugt vom patientenrelevanten Nutzen einer Behandlung mit Eylea. Im eingereichten Nutzendossier habe das Unternehmen Hinweise auf einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen vorgelegt. Wirksamkeit und Sicherheit hätten zudem bereits die Zulassungsstudien nachgewiesen.

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    Der Konzern kündigte an, er werde die Möglichkeit zur Stellungnahme beim G-BA wahrnehmen und dem Gremium seine Argumente für einen Zusatznutzen darlegen. Der entgültige Beschluss des G-BA wird im März erwartet. Eylea zählt zu den derzeit fünf wichtigsten Arzneien des Konzerns. Bayer hatte die Spitzen-Umsatzerwartung für das ins Auge zu spritzende Mittel im Februar um 500 Millionen Euro auf mindestens 1,5 Milliarden Euro im Jahr erhöht. Im Jahr 2013 brachte Eylea Bayer weltweit 333 Millionen Euro Umsatz ein.

    • rtr
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