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Pharmakonzern Bayer erwägt Trennung von Kunststoffsparte

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer plant laut einem Medienbericht die Abspaltung seiner Kunststoffsparte. Noch sei aber nicht entschieden, in welcher Form der Zweig „MaterialScience“ veräußert werden könnte.
18.09.2014 Update: 18.09.2014 - 08:46 Uhr Kommentieren
Bayer trennt sich von Material Science: Der Bereich machte vergangenes Jahr 11,2 Milliarden Euro Umsatz. Quelle: dpa

Bayer trennt sich von Material Science: Der Bereich machte vergangenes Jahr 11,2 Milliarden Euro Umsatz.

(Foto: dpa)

Berlin Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer will sich einem Medienbericht zufolge von seine Kunststoff-Sparte trennen. Das „Wall Street Journal Deutschland“ berichtete in der Nacht zu Donnerstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise, Bayer könne schon am Donnerstag die beabsichtigte Trennung ankündigen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit der Sache vertrauten Person erfahren hat, kommt der Aufsichtsrat des Leverkusener Dax-Konzerns am Vormittag zusammen.

Der Wert der Sparte werde auf acht Milliarden Euro oder mehr taxiert. Bisher sei unklar, ob Bayer die Sparte MaterialScience direkt verkaufen oder sich über einen Börsengang von ihr trennen wolle, hieß es zudem unter Berufung auf mehrere Insider. Möglich sei auch eine Abspaltung. Keiner dieser Schritte sei aber vor dem kommenden Jahr wahrscheinlich.

Die umsatzstärksten deutschen Chemiekonzerne
Platz 10
1 von 10

Lanxess

Umsatz 2015: 7,9 Milliarden Euro

Quelle: Verband der chemischen Industrie

(Foto: Lanxess)
Platz 9
2 von 10

Covestro AG

Umsatz 2015: 12,08 Milliarden Euro

(Foto: dpa)
Platz 8
3 von 10

Merck KgaA

Umsatz 2015: 12,85 Milliarden Euro

(Foto: Merck)
Platz 7
4 von 10

Evonik

Umsatz 2015: 13,51 Milliarden Euro

(Foto: dpa)
Platz 6
5 von 10

Boehringer Ingelheim

Umsatz 2015: 14,80 Milliarden Euro

(Foto: Boehringer)
Platz 5
6 von 10

Linde

Umsatz 2015: 17,94 Milliarden Euro

(Foto: dpa)
Platz 4
7 von 10

Henkel

Umsatz 2015: 18,09 Milliarden Euro

(Foto: dpa)

Bei Bayer war am frühen Donnerstagmorgen zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen gilt als konjunkturanfällig. Über einen Verkauf wird seit Jahren spekuliert.

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