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Pharmakonzern Bayer spricht mit US-Konkurrent über Zusammenschluss von Tiermedizin-Geschäft

Bayer ist mit seiner Tiermedizin-Sparte an den US-Rivalen Elanco herangetreten. Durch eine Fusion könnte ein Branchengigant entstehen.
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Die Leverkusener wollen mit dem US-Rivalen Elanco zusammenarbeiten. Quelle: Reuters
Bayer

Die Leverkusener wollen mit dem US-Rivalen Elanco zusammenarbeiten.

(Foto: Reuters)

London, Frankfurt Bayer erwägt Insidern zufolge einen Zusammenschluss seines Tiermedizingeschäfts mit dem US-Rivalen Elanco Animal Health. Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern sei an Elanco herangetreten, um über eine mögliche Kombination der beiden Unternehmen zu sprechen, aus der ein neuer Branchengigant für Tiermedikamente entstehen könnte, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von drei Insidern.

Die Firmen arbeiteten mit Banken zusammen, um einen möglichen Zusammenschluss zu prüfen, der grünes Licht von den Kartellwächtern erhalten könnte. Die Gespräche mit Elanco befänden sich aber noch in einem frühen Stadium.

Den Insidern zufolge hat Bayer bislang den Start eines Auktionsverfahrens für Beteiligungsgesellschaften verschoben, um ein Abkommen mit Elanco, dem weltweit viertgrößten Unternehmen der Tiergesundheitsbranche, abzuschließen. Ein Auktionsprozess sollte den Insidern zufolge ursprünglich im Juni beginnen, Bayer wird jedoch nun erst gegen Ende des Sommers Informationspakete an potenzielle Bieter verschicken.

Ein Bayer-Sprecher wollte sich zu Elanco nicht äußern und erklärte, bei der angekündigten Trennung des Tiermedizingeschäfts komme der Konzern wie geplant voran. „Nach der strategischen Überprüfung der Möglichkeiten liegt das Hauptaugenmerk auf einem Verkauf. Bayer zieht jedoch weiterhin alle wertmaximierenden Möglichkeiten in Betracht.“ Eine Elanco-Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern.

Bayer hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, sich von der Tiermedizin trennen zu wollen. Es gebe „sehr hohes und breites Interesse“ an dem Geschäft, hatte Vorstandchef Werner Baumann zuletzt gesagt, der mit einer Entscheidung bis Jahresende rechnet. Branchenexperten zufolge ist das Bayer-Geschäft in diesem Bereich zu klein, um langfristig allein bestehen zu können.

Im vergangenen Jahr fuhr der Bereich einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein – etwa 3,8 Prozent der Erlöse des Gesamtkonzerns. Analysten erwarten, dass ein Verkauf zwischen sechs und sieben Milliarden Euro einbringen könnte.

Bayer ist im Tiergesundheitsgeschäft weltweit die Nummer fünf hinter der US-Firma Zoetis, die ehemals zu Pfizer gehörte, Boehringer Ingelheim, Merck & Co. und schließlich Elanco, eine Abspaltung des US-Pharmakonzerns Eli Lilly.

Mehr: Bayer treibt Teilverkäufe voran. Mit den Einnahmen will der Konzern Schulden tilgen, die Bilanz stärken – und sich für die US-Prozesse wappnen.

  • rtr
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