Pharmakonzern Life Science treibt den Gewinn von Merck

Vor allem das Geschäft mit Produkten für Pharmaforschung läuft bei Merck derzeit rund. Zusammen mit dem schwachen Euro sorgte die Sparte für ein ordentliches Gewinnplus bei den Darmstädtern.
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Der Darmstädter Konzern verzeichnet steigende Gewinne. Quelle: dpa
Merck

Der Darmstädter Konzern verzeichnet steigende Gewinne.

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FrankfurtDer schwache Euro und ein starkes Geschäft mit Produkten für die Pharmaforschung haben Merck im zweiten Quartal zu einem Gewinnanstieg verholfen. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um gut sechs Prozent auf 899 Millionen Euro, wie das Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 887 Millionen Euro gerechnet.

Merck setzte von April bis Juni 3,2 Milliarden Euro um, ein Zuwachs von gut 14 Prozent binnen Jahresfrist. Dazu trug auch der schwache Euro bei, organisch lag der Zuwachs bei 2,2 Prozent. „Die Währungsentwicklung hat uns zwar geholfen, aber auch ohne diesen zusätzlichen Rückenwind sind unsere Geschäfte gewachsen“, sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley.

Für das Gesamtjahr rechnet Kley unverändert mit einem Umsatzplus auf 12,3 bis 12,5 (Vorjahr: 11,3) Milliarden Euro. Der Gewinn vor Sondereinflüssen soll 3,45 bis 3,55 (3,38) Milliarden Euro erreichen.

Vor allem das Geschäft im Bereich Life Science, wo Merck Produkte für die Pharmaforschung anbietet, lief rund. Hier profitierten die Darmstädter von einer steigenden Nachfrage aus der Biotechbranche sowie Preiserhöhungen. Der bereinigte Betriebsgewinn legte um gut 20 Prozent zu. Dieser Bereich wird künftig durch die milliardenschwere Übernahme des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich weiter an Gewicht gewinnen. Im Chemiebereich sorgte die Übernahme der Chemiefirma AZ sowie Wechselkurseffekte für einen Ergebnisanstieg von mehr als 30 Prozent.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Dagegen machte Merck in seiner Gesundheitssparte wegen hoher Forschungs- und Entwicklungskosten fast drei Prozent weniger Gewinn. „Wie angekündigt haben wir bewusst in Forschung und Entwicklung investiert, um wichtige Pipeline-Projekte wie unseren Antikörper Avelumab voranzutreiben“, sagte Kley.

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