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Pharmakonzern Mehrheitseigner nehmen letzte Hürde für Stada-Übernahme

Die Stada-Aktionäre billigen auf der Hauptversammlung den Beherrschungsvertrag. Die Mehrheitseigner können den Konzern nun nach ihren Plänen umbauen.
02.02.2018 - 18:53 Uhr Kommentieren
Die Hauptversammlung des Pharmakonzerns hat den Beherrschungsvertrag mit Nidda Healthcare gebilligt. Quelle: dpa
Stada

Die Hauptversammlung des Pharmakonzerns hat den Beherrschungsvertrag mit Nidda Healthcare gebilligt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nach langwieriger Diskussion haben die Stada-Aktionäre auf der Hauptversammlung den geplanten Beherrschungsvertrag mit der Holding Nidda Healthcare gebilligt. Die Mehrheitseigner Bain und Cinven haben damit freie Bahn, den Pharmahersteller nach ihren Plänen weiter zu entwickeln. Die Konditionen des Beherrschungsvertrages dürften aber vor Gericht überprüft werden. Kleinaktionäre wittern Potenzial für noch höhere Bewertungen.

Viele detaillierte, kritische Fragen, Vorwürfe gegen den Versammlungsleiter, Zweifel am künftigen Firmenchef, bis hin zu Klagen über die Beleuchtung und die Schwierigkeiten bei der Anfahrt zum Tagungsort im Congress Center der Frankfurter Messe.

Der Pharmahersteller Stada erlebte einmal mehr ein langwieriges und teilweise auch hitziges Aktionärstreffen. Der einzig entscheidende Tagesordnungspunkt: Ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit dem neuen, von den Finanzinvestoren Bain und Cinven kontrollierten Mehrheitseigner Nidda Healthcare, wurde am Ende gleichwohl mit klarer Mehrheit von 99,35 Prozent der Stimmen gebilligt. Und dieses Ergebnis stand während der fast achtstündigen Hauptversammlung im Grunde nie in Frage.

Denn Bain und Cinven halten nach ihrem erfolgreichen Übernahmeangebot über die Holding Nidda Healthcare rund 65 Prozent des Stada-Kapitals und verfügten damit alleine bereits fast über eine qualifizierte Mehrheit auf der Hauptversammlung. Vertreten waren insgesamt etwas über 88 Prozent des Grundkapitals, darunter auch die rund 15 Prozent, die der aktivistische US-Investor Paul Singer über seine Investmentgesellschaft Elliott Partners aufgebaut hatte. Sie stimmte ebenfalls zu.

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    Der Beherrschungsvertrag garantiert den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung von 74,40 Euro je Aktie oder eine jährliche Ausgleichszahlung von 3,53 Euro je Aktie nach Körperschaftssteuer. Diese Abfindung orientiert sich im Prinzip exakt an der Forderung von Paul Singer, der im vergangenen Herbst bereits signalisierte, dass er zu diesen Konditionen einem Beherrschungsvertrag zustimmen würde. Sie ist zugleich auch durch ein Wertgutachten von Value Trust unterlegt sowie durch ein bestätigendes Gutachten der Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AKDL.

    Dabei wiederum wurden Planungen von Stada zugrunde gelegt, die einen Umsatzanstieg bei dem Pharmahersteller von 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 2,68 Milliarden Euro im Jahr 2020 unterstellen. Das Betriebsergebnis (EBIT) soll danach von 330 auf 432 Millionen zulegen, der Nettogewinn soll bis 2020 auf 288 Millionen Euro steigen und in den nachfolgenden Jahren auf 346 Millionen Euro klettern. Das würde immerhin einem Gewinn von rund 5,50 Euro je Aktie entsprechen.

    Value Trust habe diese Planungsrechnung als ambitioniert, aber nicht übertrieben beurteilt, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Günter von Au. Mehrere Aktionäre indessen kritisierten Plandaten und Grundannahmen der Bewertungsgutachten als unzulänglich und eher zu niedrig. „Ist die Planungsrechnung nicht zu vorsichtig?“, fragte etwa Dieter Tassler von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK).

    Vorstände kassierten Millionen
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